Mehr als 20 Prozent der jungen Erwachsenen in Nordrhein-Westfalen haben keinen Berufsabschluss. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) macht sich dafür stark, die Situation auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern, indem er die Landesregierung auffordert, einen “Zukunftsfonds Ausbildung” zu schaffen.
Mehr Ausbildungsplätze in NRW: DGB fordert finanzielle Beteiligung der Unternehmen

Mehr als 20 Prozent der jungen Erwachsenen in Nordrhein-Westfalen haben keinen Berufsabschluss. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) macht sich dafür stark, die Situation auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern, indem er die Landesregierung auffordert, einen “Zukunftsfonds Ausbildung” zu schaffen. Laut DGB-Landeschef Thorben Albrecht wird eine Einlage von nahezu allen Unternehmen in diesen Fonds angestrebt, während Ausbildungsbetriebe im Gegenzug finanzielle Unterstützung erhalten sollen.
Aktuelle Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt
Die Situation ist alarmierend: Nur noch jedes fünfte Unternehmen in Nordrhein-Westfalen bildet aus, was laut Albrecht als unzureichend angesehen wird. Er äußerte sich besorgt über die hohe Zahl der jungen Menschen zwischen 20 und 34 Jahren, die in NRW ohne Abschluss bleiben.
“Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen ist dramatisch”,
sagte Albrecht.
Vorgeschlagene Maßnahmen des DGB
Das Konzept, das in Zusammenarbeit mit Arbeitsmarktforscher Gerhard Bosch von der Universität Duisburg-Essen entwickelt wurde, sieht vor, dass Unternehmen 0,5 Prozent der Bruttolohnsumme ihrer Beschäftigten in den Fonds einzahlen. Ausgenommen sind Branchen, die bereits über eine Ausbildungsumlage verfügen, wie die Pflege und das Bauhauptgewerbe.
- Pro ausgebildetem Azubi sollen die Betriebe 5.000 Euro jährlich aus dem Fonds erhalten.
- Dieser Ansatz soll für Unternehmen ohne Ausbildungsplätze teurer werden und gleichzeitig Anreize für die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze schaffen.
Auswirkungen auf Ausbildungsuchende
Es ist wichtig zu betonen, dass der Fonds nicht direkt an die Ausbildungssuchenden verteilt wird. Ziel ist es, Unternehmen zu motivieren, mehr Lehrstellen anzubieten. Aktuell bleibt die Situation jedoch unverändert, da es sich bislang lediglich um eine Forderung handelt und nicht um eine bereits umgesetzte Maßnahme der Landesregierung.
Reaktionen der Arbeitgeber
Die Arbeitgeberseite hat Bedenken hinsichtlich des vorgeschlagenen Fonds geäußert. Tanja Nackmayr, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Landesvereinigung der Unternehmensverbände, erklärte:
“Der Fonds bewirkt rein gar nichts gegen die fehlende Ausbildungsreife vieler Bewerber und die Schwierigkeiten bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen.”
Sie betont, dass eine bessere schulische Vorbereitung erforderlich sei, um die Situation zu verbessern.
Quellen: n-tv
Bildquelle: Franzi2020 via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








