Trotz der Konjunkturflaute haben viele Industriebetriebe in Deutschland im vergangenen Jahr mehr Menschen beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im verarbeitenden Gewerbe stieg im Jahresdurchschnitt insgesamt leicht um 1,1 Prozent und damit um 62.000 gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Mehr Beschäftigung in der deutschen Industrie trotz Konjunkturflaute

Obwohl es eine Konjunkturflaute gab, haben im vergangenen Jahr viele Industriebetriebe in Deutschland mehr Menschen beschäftigt. Laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden stieg die Zahl der Mitarbeiter im verarbeitenden Gewerbe im Jahresdurchschnitt um 1,1 Prozent oder 62.000 im Vergleich zum Vorjahr.
Im letzten Monat des Jahres 2023 waren in den Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern knapp 5,6 Millionen Menschen beschäftigt. Dies entspricht einer Steigerung um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastian Dullien, wies aber darauf hin, dass die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe derzeit noch spürbar unter dem Vor-Corona-Niveau von 2018/2019 liege. «Die Jahre, in denen die deutsche Industrie Job- und Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft war, sind vorerst vorbei». Vor allem der Energiepreisschock nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine wirke weiter fort.
Laut den Statistikern trugen alle großen Branchen des verarbeitenden Gewerbes zum Anstieg der Beschäftigung im Jahresdurchschnitt 2023 bei, mit Ausnahme der energieintensiven chemischen Industrie, die einen Rückgang von 1,1 Prozent verzeichnete, sowie der Gummi- und Kunststoffindustrie (minus 0,8 Prozent). Der höchste Anstieg der Beschäftigtenzahl wurde in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 5,4 Prozent verzeichnet.
Die deutsche Wirtschaft ist im letzten Jahr leicht in eine Rezession geraten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist preisbereinigt um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Die Aussichten für das laufende Jahr haben sich kürzlich verschlechtert. Die Bundesregierung erwartet nun nur noch ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent.








