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Neue Hoffnung für Wohnungsbau in Deutschland

Wachstumstrend setzt sich fort: 20.100 Wohnungen genehmigt im November, insgesamt 215.500 Einheiten in 2025.

Viel zu selten entstehen derzeit neue Wohngebäude.
Foto: Oliver Berg/dpa

In Deutschland wurden im November 2025 wieder etwas mehr neue Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, setzte sich der Wachstumstrend der Vormonate fort. Die zuständigen Behörden genehmigten 20.100 Wohnungen, was einem Anstieg um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bis zum Ende des elften Monats waren insgesamt 215.500 Einheiten genehmigt worden, was einem Zuwachs von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Es deutet sich an, dass der Negativrekord aus dem Jahr 2024 nicht unterboten wird. Damals wurden mit 215.900 Einheiten so wenige Wohnungen genehmigt wie seit 2010 nicht mehr. Politisch wird immer wieder die Zielgröße von 400.000 Einheiten pro Jahr genannt, um die Wohnungsknappheit zu beseitigen. Laut Pestel-Institut fehlten Ende 2024 bundesweit rund 1,4 Millionen Wohnungen.

Aufwärtstrend bei Einfamilienhäusern

In den Monaten Januar bis November wurden in neuen Wohngebäuden insgesamt 175.200 Wohnungen genehmigt. Besonders stark stieg die Anzahl bei Einfamilienhäusern um gut 17 Prozent auf 40.700, während es bei Zweifamilienhäusern ein leichtes Minus auf 11.500 Wohnungen gab. Bei Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, stiegen die Baugenehmigungen um 13,5 Prozent auf 114.800 Wohneinheiten.

Wohnungsbau in der Krise

Die Zahlen sind ein bedeutender Maßstab für die Bauindustrie, die aufgrund steigender Zinsen und Baukosten in einer Krise steckt: Was nicht genehmigt wird, kann später auch nicht gebaut werden.

Im Jahr 2025 wurden laut Schätzungen des Zentralverbandes des Baugewerbes nur 225.000 Wohnungen fertiggestellt. «Angesichts des massiven Wohnungsbedarfs ist das dramatisch wenig. Wir dürfen uns an den Wohnungsmangel nicht gewöhnen», sagte Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa.

Gemäß einer Umfrage des Bauindustrieverbandes erwarten die meisten Hochbau-Unternehmen erst für die Jahre 2027 und 2028 positive Auswirkungen des sogenannten Bau-Turbos. Auch leicht gestiegene Genehmigungszahlen änderten daran nichts.

dpa