Mercedes-Benz blickt verhalten auf das laufende Geschäftsjahr. Große Sprünge beim Umsatz und Ergebnis sind nicht zu erwarten. Bei der E-Mobilität schlägt der Konzernchef neue Töne an.
Mercedes-Benz: 2024 leichter Rückgang beim Ergebnis

Mercedes-Benz erwartet aufgrund eines schwierigen Marktumfelds keine großen Sprünge in diesem Jahr. Der Konzernumsatz wird voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen, wie der Dax-Konzern bei der Vorstellung der Ergebnisse für das vergangene Jahr mitteilte. Beim operativen Ergebnis (Ebit) geht Mercedes davon aus, dass es in diesem Jahr leicht unter dem Vorjahresniveau liegen wird.
Der Vorstandsvorsitzende Ola Källenius sagte, dass Mercedes im Jahr 2023 trotz eines anspruchsvollen Umfelds ein sehr stabiles Ergebnis erzielt habe. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 153,2 Milliarden Euro. Allerdings musste das Unternehmen aufgrund gestiegener Kosten durch Inflation und Störungen in der Lieferkette Einbußen hinnehmen. Der operative Konzerngewinn sank um etwa vier Prozent auf 19,7 Milliarden Euro. Letztendlich verringerte sich das Konzernergebnis um knapp zwei Prozent auf 14,5 Milliarden Euro.
Källenius änderte den Ton in Bezug auf die E-Mobilität. In der Vergangenheit betonte der Konzernchef immer wieder die Ambitionen des Autobauers auf diesem Gebiet. Er erklärte gerne, dass Mercedes bis zum Ende dieses Jahrzehnts mit seinen Pkw vollständig elektrisch sein wolle. Immer mit dem Zusatz, dass dies überall dort gelte, wo es die Marktbedingungen zuließen.
«Strategische Flexibilität»
Am Donnerstag hob Källenius nun die «strategische Flexibilität» des Autobauers beim Verbrenner hervor. Demnach wird Mercedes in der Lage sein, bis weit in die 30er Jahre auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Als Unternehmen brauche man eine doppelte Absicherung, sagte Källenius. Das Tempo der Transformation bestimmten die Marktbedingungen und die Wünsche der Kunden, hieß es. An der «Ambition 2039», der Nachhaltigkeitsstrategie der Stuttgarter, wonach bis 2039 die gesamte Neufahrzeugflotte bilanziell CO2-neutral werden soll, ändert sich laut Källenius nichts.
Das Unternehmen plant, in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts bis zu 50 Prozent des Gesamtabsatzes mit vollelektrischen Autos und Plug-in-Hybriden zu erreichen. Auch in diesem Punkt war der Konzern bereits optimistischer.
Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen jedenfalls keinen signifikanten Anstieg bei seinen Elektroautos. Diese sollen einen Anteil von 19 bis 21 Prozent ausmachen. Im Jahr 2023 lag der Anteil bei knapp 20 Prozent. In der Pkw-Sparte, also ohne die Vans, verkaufte Mercedes im vergangenen Jahr etwas über zwei Millionen Fahrzeuge. Davon waren gut 400.000 vollelektrisch oder Plug-in-Hybride.
Rund 91.000 Mitarbeiter des Unternehmens in Deutschland können sich freuen. Im April sollen sie eine Prämie von bis zu 7300 Euro als Entgelt erhalten.








