Seine Gesamtvergütung stieg um 86 Prozent auf 12,2 Millionen Euro, ein Teil soll gespendet werden.
Mercedes-Chef Ola Källenius verdient 2023 deutlich mehr als im Vorjahr

Mercedes-Chef Ola Källenius hat im Jahr 2023 aufgrund eines hohen langjährigen Bonus deutlich mehr verdient als im Jahr zuvor. Seine Gesamtvergütung betrug ohne Versorgungsaufwand rund 12,2 Millionen Euro im vergangenen Jahr – was etwa 86 Prozent höher ist als im Vorjahr, wie aus dem Vergütungsbericht des Stuttgarter Konzerns hervorgeht. Im Jahr 2022 hatte er demnach etwa 6,6 Millionen Euro verdient. Ein Sprecher sagte, dass Källenius einen Teil seines Gehalts an wohltätige Organisationen spenden möchte.
Die Bezahlung bestand hauptsächlich aus einem festen Betrag von 1,9 Millionen Euro und einem variablen Anteil von 10,4 Millionen Euro. Die variable Vergütung hängt unter anderem vom Erreichen bestimmter Ziele ab. Seit dem letzten Jahr gehören dazu auch Nachhaltigkeitskriterien.
Der Anstieg erfolgt unter anderem aufgrund der Tatsache, dass der Autobauer nun den Jahresbonus seiner Topmanager vollständig auszahlt – und nicht wie bisher gestaffelt. Zudem profitierten die Vorstände 2023 von einer langfristigen Vergütung, die auf dem Aktienkurs basiert.
Der Vorstandsvorsitzende Källenius verdiente also wesentlich mehr als seine Vorstandskollegen, deren Gehälter zwischen 4,1 Millionen Euro und 7,2 Millionen Euro lagen. Allerdings war auch ihre Vergütung im Jahr 2023 zum Teil erheblich gestiegen.
Mercedes erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 153,2 Milliarden Euro – das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings musste das Unternehmen gestiegene Kosten, wie beispielsweise durch Inflation und Störungen in der Lieferkette, verkraften. Dadurch sank der operative Konzerngewinn um etwa vier Prozent auf 19,7 Milliarden Euro. Unterm Strich verringerte sich das Konzernergebnis um knapp zwei Prozent auf 14,5 Milliarden Euro.








