Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz muss einen drastischen Gewinneinbruch verkraften. Der Konzerngewinn ist im vergangenen Geschäftsjahr um nahezu die Hälfte gesunken. Vor allem die schwächelnde Nachfrage in China und ein schwieriges Marktumfeld setzen dem Premiumhersteller zu.
Mercedes-Gewinn bricht massiv ein: Autobauer kämpft mit Absatzflaute und China-Schwäche

Die Mercedes-Benz Group hat im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient als noch zuvor. Der Nettogewinn schrumpfte um knapp 50 Prozent. Damit reagiert der Konzern auf mehrere Belastungsfaktoren gleichzeitig: eine nachlassende Nachfrage im wichtigen chinesischen Markt, hohe Kosten sowie ein zunehmend intensiver Wettbewerb im Elektrosegment.
Vor allem in China, lange Zeit Wachstumsmotor für deutsche Premiumhersteller, kühlte sich das Geschäft spürbar ab. Lokale Anbieter gewinnen Marktanteile, während Preisnachlässe den Margendruck erhöhen. Auch in Europa und den USA zeigt sich die Kaufzurückhaltung vieler Kunden angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten.
Absatzprobleme bei E-Autos
Ein zentrales Thema bleibt die Transformation zur Elektromobilität. Zwar investiert Mercedes Milliarden in neue Plattformen und Batterietechnologie, doch der Absatz vollelektrischer Modelle entwickelte sich zuletzt schwächer als erwartet. Gleichzeitig bleiben die Entwicklungskosten hoch.
Branchenweit kämpfen Autobauer mit schwankender Nachfrage nach E-Fahrzeugen. Förderprogramme laufen aus, während Ladeinfrastruktur und Energiepreise für Unsicherheit sorgen. Das drückt auf die Profitabilität.
Sparprogramme und Effizienzmaßnahmen
Konzernchef Ola Källenius kündigte an, die Kostenstrukturen weiter zu überprüfen und Effizienzpotenziale konsequent zu heben. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern und die Rendite wieder zu steigern.
Mercedes setzt dabei verstärkt auf margenstarke Luxusmodelle und eine klarere Positionierung im oberen Premiumsegment. Gleichzeitig sollen Produktionsprozesse optimiert und Lieferketten stabilisiert werden.
Unsicherer Ausblick für 2026
Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit anhaltenden Herausforderungen. Neben geopolitischen Spannungen belasten auch Rohstoffpreise, Handelskonflikte und die konjunkturelle Entwicklung die Branche.
An den Finanzmärkten reagierten Investoren sensibel auf die Zahlen. Der Gewinneinbruch verdeutlicht, wie stark selbst etablierte Premiumhersteller unter dem globalen Umbruch der Automobilindustrie stehen.








