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Mietsteigerungen übertreffen Lohnwachstum: München, Hamburg und Frankfurt an der Spitze

Die Mietpreise in deutschen Großstädten steigen deutlich schneller als die Löhne. Während die Reallöhne in drei Jahren um 5,1 Prozent zulegten, kletterten die Mieten um bis zu 20 Prozent, was viele Haushalte stark belastet.

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Mieten steigen viermal schneller als Löhne – München, Hamburg, Frankfurt vorne
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Die Lage auf dem deutschen Wohnungsmarkt wird zunehmend kritischer. Um eine neue Mietwohnung zu finden, müssen Interessierte tief in die Tasche greifen. Während die Reallöhne in den letzten drei Jahren lediglich um 5,1 Prozent zulegten, sind die Angebotsmieten in den größten Städten um bis zu 20 Prozent gestiegen. Diese alarmierenden Entwicklungen gehen aus dem aktuellen Mietkompass eines Immobilienportals hervor.

In Hamburg sind die Mieten besonders stark angestiegen; hier verzeichnete man seit 2023 einen Anstieg von 20,2 Prozent. Auch andere Städte wie Dresden und Frankfurt am Main sind betroffen, mit Mietsteigerungen von 18 Prozent beziehungsweise 17,7 Prozent. Dies führt dazu, dass Mietkosten fast viermal schneller wachsen als die Einkommen, was viele Haushalte zwingt, einen immer größeren Anteil ihres Einkommens für die Miete aufzuwenden.

Der Geschäftsführer des Immobilienportals kommentierte diese Entwicklungen und wies darauf hin, dass zwar die Kaufkraft der Beschäftigten in Deutschland leicht zugenommen hat, jedoch viele Mieter von dieser Verbesserung kaum profitieren können. Die Wohnkosten sind in der gleichen Zeit erheblich gestiegen.

In München bleibt die Kaltmiete mit durchschnittlich 21,44 Euro pro Quadratmeter für neu angebotene Wohnungen am teuersten in Deutschland. Dies führt dazu, dass Mieter für eine 75-Quadratmeter-Wohnung etwa 218 Euro mehr im Monat zahlen müssen als vor drei Jahren. Auch in Frankfurt und Hamburg sind die Mietpreise spürbar gestiegen, wobei die Erhöhungen 190 Euro in Frankfurt und 175 Euro in Hamburg betragen. Selbst in früher als günstig geltenden Städten wie Duisburg und Essen sind die Angebotsmieten um 16 Prozent beziehungsweise 15,4 Prozent gestiegen.

In Berlin bleibt die Wohnungsnot ein drängendes Thema, besonders im Kontext der bevorstehenden Wahlen zum Abgeordnetenhaus. Trotz eines Anstiegs der Angebotsmieten um 11,9 Prozent in den letzten drei Jahren – also langsamer als in vielen anderen Großstädten – hat sich Berlin mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 14,39 Euro pro Quadratmeter zur viertteuersten Stadt Deutschlands entwickelt. Da die Einkommen in der Hauptstadt unter dem Bundesdurchschnitt liegen, sind viele Haushalte von den steigenden Mieten besonders stark betroffen.

Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Der Hauptgrund für die steigenden Mieten bleibt der massive Mangel an Wohnraum. Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen sowie langwierige Genehmigungsprozesse bremsen den Neubau erheblich. Im Jahr 2025 wurden bundesweit lediglich 206.600 Wohnungen fertiggestellt, was einem Rückgang von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit ist Deutschland weit entfernt von dem politischen Ziel, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu schaffen.


Quellen: Bild, immowelt

TS