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Musk gibt Chatbot Zugang zu Nutzer-Beiträgen bei X

Der Facebook-Konzern Meta sah jüngst nach Druck von Datenschützern davon ab, Nutzer-Beiträge in Europa zum KI-Training zu verwenden. Der Twitter-Nachfolger X macht nun genau das.

Nutzer wurden nicht vorher um Erlaubnis gefragt, sondern können nur das Häkchen in den Einstellungen abwählen. (Archivbild)
Foto: Monika Skolimowska/dpa

Elon Musks Online-Plattform X lässt standardmäßig seinen Chatbot Grok mit Beiträgen von Nutzern trainieren. Da die Nutzer dafür nicht ausdrücklich um Erlaubnis gefragt wurden, haben europäische Datenschützer Bedenken geäußert.

Den Nutzern fiel am Freitag die Veränderung in den Datenschutzeinstellungen auf. Das Häkchen für die Erlaubnis von Grok, öffentliche X-Beiträge neben direkten Interaktionen mit dem Chatbot zu verwenden, war bereits automatisch für alle gesetzt.

https://x.com/safety/status/1816874083721838921?s=12&t=iFAAi7T32gm8HDc0O4e6gA&utm_source=pocket_saves

Datenschutzbehörde hat Fragen

Die in Europa für X zuständige irische Datenschutzbehörde hat nun Fragen an den Dienst. Man sei mit der Plattform bereits seit Monaten in Gesprächen über die Nutzung von Nutzerdaten in KI-Systemen gewesen, teilte die Behörde der «Financial Times» mit. «Wir wurden überrascht davon, dass sie das einführten.»

Die Frage, die sich aus der Vorgehensweise von X ergibt, ist, ob der Dienst die Vorgaben der europäischen Datenschutzverordnung DSGVO eingehalten hat, die besagen, dass die Zustimmung der Nutzer zur Verwendung personalisierter Daten eingeholt werden muss. Zudem müssen sie über die Gründe informiert werden.

Meta schob Pläne auf – X setzt sie um

Meta, der Facebook-Konzern, hat im Juni aufgrund des Drucks der irischen Datenschützer seine Pläne, öffentliche Beiträge von Nutzern in Europa zur Schulung seiner KI-Modelle zu verwenden, auf unbestimmte Zeit verschoben. Zuvor wurde kritisiert, dass Meta keine ausdrückliche Einwilligung der Nutzer vorsah, sondern nur die Möglichkeit, der Verwendung der Daten zu widersprechen. X handelt nun so, wie Meta es geplant hatte.

Grok soll mit anderen KI-Chatbots wie dem Vorreiter ChatGPT der Firma OpenAI oder Claude von Anthropic konkurrieren. Die Software wird nicht direkt bei X entwickelt, sondern der Firma xAI, die ebenfalls Musk gehört. Er kaufte Twitter im Herbst 2022 für rund 44 Milliarden Dollar und benannte den Dienst in X um.

Ich habe gestern mit meinem Freund telefoniert. Er hat mir erzählt, dass er nächste Woche nach Berlin reisen wird. Wir haben dann über die Sehenswürdigkeiten gesprochen, die er besuchen möchte. Er freut sich schon sehr auf die Reise.

„Die Veranstaltung findet am 15. Mai um 18:00 Uhr im Konferenzraum statt“, sagte der Manager.

dpa