Experte berechnet Anteil an heutigem Wert von OpenAI, Microsoft als wichtiger Investor genannt.
Tech-Milliardär Elon Musk fordert 109,4 Milliarden Dollar von OpenAI

Der Tech-Milliardär Elon Musk fordert vor Gericht bis zu 109,4 Milliarden Dollar von dem ChatGPT-Entwickler OpenAI. Musks Anwälte nannten den Betrag, der von einem Experten errechnet wurde, in dem bereits seit 2024 laufenden Rechtsstreit. Musk war Mitbegründer von OpenAI und behauptet in seiner Klage, dass er unrechtmäßig um seine Investition gebracht wurde. OpenAI bestreitet die Vorwürfe.
Der Experte, der von der Seite von Musk hinzugezogen wurde, betonte bei seinen Berechnungen, dass Musk in der Anfangszeit 38 Millionen Dollar zur Finanzierung von OpenAI sowie seine Kontakte und Fähigkeiten eingebracht hat. Dafür steht ihm ein Anteil am heutigen Wert von OpenAI zu.
Der Fachmann schätzte den Betrag für OpenAI auf zwischen 65,5 Milliarden und 109,43 Milliarden Dollar. Laut Gerichtsdokumenten will Musk von OpenAIs wichtigstem Partner und Investor Microsoft zwischen 13,3 Milliarden und 25,06 Milliarden Dollar.
OpenAI bezeichnete Musks Forderung in einer Stellungnahme beim Finanzdienst Bloomberg als «unseriös».
Streit um Kurs und Kontrolle
Musk prangert in der Klage an, dass das 2015 von ihm mitgegründete OpenAI von dem vereinbarten Weg abgekommen sei, ein nicht auf Profit ausgerichtetes Unternehmen zu sein, dessen Forschung an Künstlicher Intelligenz der Menschheit zugutekommen sollte. Jetzt profitiere vor allem Großinvestor Microsoft davon. Das sei eine «eklatante Verletzung» der ursprünglichen Gründungsvereinbarung.
OpenAI entgegnete, Musk habe die «volle Kontrolle» über OpenAI und den Chefposten angestrebt. Auch habe er 2018 dafür geworben, OpenAI mit dem von ihm geführten Elektroauto-Hersteller Tesla zusammenzulegen. Musk hatte in dem Jahr OpenAI im Streit verlassen.
Nun Konkurrent mit xAI
Der Tech-Milliardär gründete im Jahr 2023 die KI-Firma xAI, die mit ihrem Chatbot Grok mit ChatGPT konkurriert. OpenAI behauptet, dass er mit dem Rechtsstreit einen Konkurrenten stoppen möchte. Ein Richter hat jedoch den Antrag von OpenAI und Microsoft abgelehnt, Musks Klage abzuweisen. Das Verfahren wird nun auf einen Prozess im April hinführen.








