Bio-Produkte verzeichnen Umsatzwachstum von 5 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro im letzten Jahr. Bio-Branche erholt sich von Krise und profitiert von gestiegenen Preisen.
Steigende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in Deutschland

Bio-Lebensmittel sind in Deutschland erneut stärker gefragt. Der Umsatz mit Bio-Produkten ist im letzten Jahr um fünf Prozent auf 16,1 Milliarden Euro gestiegen. Dies wurde von der Vorsitzenden des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Tina Andres, am Dienstag auf der Messe Biofach in Nürnberg bekannt gegeben. Andres zieht Bilanz und stellt fest, dass die Bio-Branche aus der Krise herauskommt. Im Jahr 2022 waren die Umsätze der Branche rückläufig. Die Biofach-Messe in Nürnberg, die zeitgleich mit der Naturkosmetikmesse Vivaness stattfindet, ist die größte Naturkostmesse der Welt.
Laut BÖLW stiegen die Bio-Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel um 7,2 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro. Der größte Anteil der Umsätze entfiel dabei mit 40 Prozent auf Discounter. Bio-Läden und Bio-Supermärkte konnten ihre Umsätze im Jahr 2023 nur leicht steigern. Während die Preise für Lebensmittel insgesamt im letzten Jahr um neun Prozent stiegen, betrug der Anstieg bei den Bio-Lebensmitteln nur fünf Prozent.
Gemäß der Marktanalystin Diana Schaak basiert das Wachstum der Bio-Branche hauptsächlich auf den gestiegenen Preisen, wie von der Expertin der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft angegeben. Im Gegensatz dazu war das Umsatzwachstum bei konventionellen Lebensmitteln geringer als der Preisanstieg.
Gleichzeitig erhöhte sich die Fläche für den Bio-Anbau in Deutschland. Laut Angaben des Branchenverbands wurden etwa 80.500 Hektar hinzugefügt. Dies entspricht der Fläche von mehr als 300 Fußballfeldern. Somit wurden im Jahr 2023 insgesamt 1.940.300 Hektar ökologisch bewirtschaftet, was einem Anstieg von 4,3 Prozent entspricht. Laut BÖLW werden mittlerweile etwa 12 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland ökologisch bewirtschaftet.
„Die Veranstaltung findet am 15. Juni um 18:00 Uhr im Konferenzraum statt. Bitte bringen Sie Ihre ID-Karte mit.“








