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Nahverkehrs-Warnstreik sorgt für Staus in den großen Städten

Das Stauniveau hat sich im morgendlichen Berufsverkehr teils mehr als verdreifacht. Doch nicht überall war der Ausschlag so stark.

Fährt kein Bus, sind mehr Autos unterwegs - fertig ist der Stau. (Archivbild)
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Eine schnelle Auswertung des Verkehrsdatenspezialisten TomTom für die dpa zeigt, dass der Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr zu starken Staus im morgendlichen Berufsverkehr in den großen deutschen Städten geführt hat. Die höchsten Belastungen traten dabei etwa um 8.00 bis 9.00 Uhr auf.

Der höchste Wert der sechs untersuchten Städte wurde im Großraum München erreicht. Hier stieg der Staulevel um 8.00 Uhr auf 146 Prozent – also mehr als das Dreifache des Jahresdurchschnitts für diese Uhrzeit. Der Staulevel gibt dabei an, wie viel länger eine durchschnittliche Fahrt im Vergleich zu einer Situation ohne Behinderungen durch anderen Verkehr dauert.

In Frankfurt wurden um 9.00 Uhr 128 Prozent erreicht. Der Jahresschnitt um diese Zeit beträgt 35 Prozent. Hamburg verzeichnete um 8.00 Uhr einen Spitzenwert von 116 Prozent im Vergleich zum Normalwert von 47 Prozent. Köln erreichte um 8.00 Uhr 107 Prozent anstelle von 40 Prozent und Stuttgart 90 Prozent anstelle von 31 Prozent.

In Berlin hingegen waren die Auswirkungen deutlich geringer: TomTom maß hier um 9.00 Uhr 52 Prozent – lediglich 12 Punkte mehr als der Jahresdurchschnitt dieser Uhrzeit.

Auch der ADAC stellte einen Anstieg fest

Der ADAC hat einen leichten Anstieg in der Länge und Dauer der Staus bundesweit festgestellt – der Verkehrsclub verwendet jedoch Autobahndaten, während TomTom auch in der Stadt misst. Laut dem Fahrdienstvermittler Freenow stieg auch die Nachfrage nach Taxis in den Morgenstunden stark an.

Verdi rief zu einem ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr auf. Fast alle 16 Bundesländer waren betroffen, wie Verdi mitteilte. Nur Niedersachsen war ausgenommen.

dpa