Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Netflix weiter auf Wachstumskurs

Der Videostreaming-Marktführer gewinnt weltweit Kunden und investiert in neue Filme und Serien, trotz verfehlter Umsatzprognose im aktuellen Quartal.

Netflix gewann im vergangenen Jahr gut acht Millionen Kundenhaushalte hinzu. (Archivbild)
Foto: Andrej Sokolow/dpa

Netflix verzeichnet weiterhin ein starkes Wachstum. Im letzten Quartal gewann der Marktführer im Videostreaming-Bereich über acht Millionen Kunden hinzu. Auch Umsatz und Gewinn stiegen deutlich an – und Netflix verfügt somit über mehr finanzielle Mittel, um in neue Filme und Serien zu investieren.

Netflix hat nun global etwa 277,7 Millionen Kundenhaushalte. Seit dem letzten Jahr bekämpft der Dienst das Teilen von Passwörtern. Dies trägt auch zum Wachstum der Nutzerzahlen bei.

Viele bisherige Trittbrettfahrer holten sich ein eigenes Abo, statt Netflix den Rücken zu kehren. Im vergangenen Quartal hielten unter anderem eine neue Staffel der Serie «Bridgerton» und Filme wie «Atlas» und «Hit Man» die Kunden bei der Stange.

Umsatz und Gewinn steigen

Netflix gab nach US-Börsenschluss bekannt, dass der Umsatz im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um etwa 17 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar (8,77 Mrd Euro) gestiegen ist. Der Gewinn stieg von 1,49 auf knapp 2,15 Milliarden Dollar.

Bei der Umsatzprognose für das laufende Quartal hat Netflix nur knapp die Erwartungen der Analysten verfehlt. Gleichzeitig hat der Streaming-Gigant bereits jetzt eingeschränkt, dass das Wachstum der Kundenzahl im Vergleich zum Vorjahresquartal niedriger ausfallen wird, da die Maßnahmen gegen Trittbrettfahrer damals stark spürbar waren.

Aktie verliert zeitweise rund zwei Prozent

Anleger reagierten sensibel: Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel zeitweise etwa zwei Prozent. Für das gesamte Jahr ist Netflix mit einem Umsatzplus zwischen 14 und 15 Prozent nun etwas optimistischer. Zuvor waren 13 bis 15 Prozent angepeilt worden.

Netflix macht Gewinn, während Konkurrenten wie Disney und Paramount Schwierigkeiten haben, ihre Streaming-Dienste profitabel zu gestalten. Der Marktführer ist sich seiner Stärke bewusst und hat klare Absagen für Bündelangebote mit anderen Diensten, die Rivalen nutzen, erteilt: „Wir sind bereits eine beliebte Adresse für Fernsehunterhaltung.“

dpa