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Europäische Anti-Geldwäschebehörde kommt nach Frankfurt

Frankfurt wird Standort der neuen Amla, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in der EU zu bekämpfen.

Frankfurt am Main ist künftig nicht mehr nur für die Europäische Zentralbank bekannt, sondern auch für eine weitere EU-Behörde.
Foto: Boris Roessler/dpa

Die neue Anti-Geldwäschebehörde der Europäischen Union wird in Frankfurt am Main eingerichtet. Vertreter der EU-Staaten und des Europaparlaments stimmten mehrheitlich für den Standort der sogenannten Amla (Anti-Geldwäsche-Behörde) in der Main-Metropole, wie die belgische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Deutschland setzte sich damit gegen acht europäische Hauptstädte durch.

Im Jahr 2021 schlug die EU-Kommission die Schaffung einer gemeinsamen Anti-Geldwäschebehörde vor. Die Amla soll Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in der EU bekämpfen. Sie wird direkt grenzüberschreitend tätige Kredit- und Finanzinstitute überwachen, die als hochriskant gelten, einschließlich Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen. Außerdem soll sie die nationalen Aufsichtsbehörden koordinieren und unterstützen.

https://twitter.com/EU2024BE/status/1760735685974295028

Neben Frankfurt hatten auch Rom, Wien, Vilnius, Riga, Dublin, Madrid, Brüssel und Paris als Standort für die neue Behörde beworben. Frankfurt erhielt laut Angaben die knappste Mehrheit.

In Frankfurt hat die Amla alles, was sie benötigt, um vom ersten Tag an einsatzbereit zu sein und ihre Aufgaben und Befugnisse in vollem Umfang wahrzunehmen, sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) Ende Januar in einer öffentlichen Anhörung im Europaparlament in Brüssel. Die Bundesrepublik, Hessen und die Stadt Frankfurt planen, mindestens zehn Millionen Euro für die Ansiedlung bereitzustellen.

EU-Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis gratulierte Frankfurt. Die neue Behörde werde den Kampf gegen schmutziges Geld grundlegend verändern, schrieb er auf der Plattform X (ehemals Twitter).

dpa