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Neue Rekorde: Gold und Silber teuer wie nie zuvor

Gold durchbricht erstmals die 4.700-Dollar-Marke, Silber legt weiter zu. Geopolitische Krisen treiben die Edelmetalle auf Rekordhöhe.

Die Preise für Silber und Gold steigen weiter.
Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Gold und Silber bleiben aufgrund der zahlreichen geopolitischen Krisen weiterhin bei Investoren beliebt. Am Dienstag stiegen die Preise für die beiden Edelmetalle im frühen Handel auf neue Rekordhöhen – Gold erreichte erstmals über 4.700 US-Dollar. Der Preis für eine Feinunze (ungefähr 31,1 Gramm) des gelben Edelmetalls stieg um bis zu ein Prozent auf 4.717 Dollar.

Der Goldpreis konnte das Niveau nicht vollständig halten, lag aber mit 4.711 Dollar immer noch 0,9 Prozent im Plus. Der Silberpreis stieg im frühen Handel um 0,4 Prozent auf 94,73 Dollar und erreichte damit ebenfalls ein Rekordhoch. Allerdings fiel der Silberpreis zuletzt leicht ins Minus.

Silber 2026 schon um über 30 Prozent gestiegen

Im neuen Jahr hat sich Gold vor allem aufgrund der zahlreichen geopolitischen Krisenherde wie der Situation im Iran und zuletzt den Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen einige europäische Länder, um seinen Anspruch auf Grönland durchzusetzen, bereits um mehr als neun Prozent verteuert. Gold war bereits im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr.

Das Jahresplus bei Silber betrug im Jahr 2025 fast 150 Prozent, was noch deutlich höher war; im aktuellen Jahr stieg es bereits um weitere 31 Prozent. Während der Goldpreis seit etwa einem halben Jahr kontinuierlich gestiegen ist, hat der Höhenflug von Silber seit Anfang Dezember deutlich an Tempo zugenommen.

Bei vielen Investoren gelten Edelmetalle, insbesondere Gold, als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten. Silber ist außerdem ein bedeutendes Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen im Bereich KI, Robotik und Energie benötigt wird.

dpa