Im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung und der globalen Wettbewerbsbedingungen hat Niedersachsen beschlossen, seine Innovationsförderung neu auszurichten. Ziel ist es, insbesondere Zukunftstechnologien zu stärken und jungen Unternehmen den Zugang zu notwendigen Finanzmitteln zu erleichtern.
Niedersachsen setzt auf gezielte Förderung zukunftsweisender Technologien

Im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung und der globalen Wettbewerbsbedingungen hat Niedersachsen beschlossen, seine Innovationsförderung neu auszurichten. Ziel ist es, insbesondere Zukunftstechnologien zu stärken und jungen Unternehmen den Zugang zu notwendigen Finanzmitteln zu erleichtern.
Neuer Zukunftsplan für Innovationsförderung
Am 30. September 2026 stellten Ministerpräsident Olaf Lies und Wissenschaftsminister Falko Mohrs (beide SPD) einen umfassenden Zukunftsplan vor, der auf den Empfehlungen des unabhängigen Innovationsrates basiert. Dieser Plan zielt darauf ab, Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Produkte und Arbeitsplätze umzuwandeln, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Niedersachsens bis 2035 zu erhöhen. Wirtschaftsvertreter fordern eine zügige Umsetzung dieser Maßnahmen, da viele Start-ups Schwierigkeiten haben, die erforderlichen Mittel für ihr Wachstum zu sichern. Benedikt Hüppe, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Niedersachsen, wies darauf hin:
“Das Problem ist, dass viele junge Unternehmen kein Kapital finden, um groß zu werden.”
Skalierungsplattform für junge Unternehmen
Ein zentrales Element des Plans ist die Einführung einer sogenannten Scaleup-Plattform, die öffentliche Fördermittel mit privatem Kapital verknüpfen soll. Diese Plattform soll sicherstellen, dass vielversprechende Unternehmen nicht abwandern, weil sie anderswo bessere Finanzierungsmöglichkeiten finden. Die genaue Höhe der bereitgestellten Mittel bleibt jedoch unklar, da die Ausgestaltung der Plattform noch in der Entwicklung ist.
Fokus auf Schlüsseltechnologien
Die Förderung wird sich verstärkt auf Schlüsseltechnologien konzentrieren, darunter Künstliche Intelligenz, Robotik, Biotechnologie, Quantentechnologien sowie Energie- und Kreislaufwirtschaft. Der Innovationsrat empfiehlt die Bildung regionaler Netzwerke, in denen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups zusammenarbeiten können. Lies sieht insbesondere Potenzial für Unternehmen aus der Automobil- und Zulieferindustrie, die sich künftig auch der Entwicklung menschenähnlicher Roboter widmen könnten.
Erleichterungen für Hochschulgründungen
Wissenschaftsminister Mohrs erläuterte die bestehenden Hürden, die junge Unternehmen oft ausbremsen. Beispielsweise verlieren Start-ups den Zugang zu universitären Einrichtungen, wenn sie aus der Hochschule herauswachsen. Der Aufbau eigener Produktionsanlagen ist für viele kleine Unternehmen finanziell nicht tragbar.
“Potenzial verschenken können wir uns nicht leisten,”
betonte Mohrs. Um diese Übergänge zu erleichtern, plant die Landesregierung eine Änderung des Hochschulgesetzes, die es Hochschulen ermöglichen soll, sich an Start-ups zu beteiligen und den wissenschaftlichen Mitarbeitern Freiräume für eigene Geschäftsideen zu schaffen.
Koordination durch die Staatskanzlei
Die Umsetzung des Zukunftsplans wird von einem Gremium unter der Leitung von Ministerpräsident Lies koordiniert, das die Aktivitäten der verschiedenen Ministerien abstimmt. Die Staatskanzlei übernimmt die Federführung, wie Mohrs bekanntgab. Der Innovationsrat hat bereits Verantwortliche, Zeitrahmen und Erfolgskriterien für die Umsetzung seiner Empfehlungen benannt.
Quellen: n-tv
Bildquelle: Francisco Welter-Schultes via Wikimedia Commons (CC0)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








