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OECD korrigiert Wachstumsprognose für deutsche Wirtschaft

Prognose für 2024 bei 0,3% – OECD war zuvor von 0,6% ausgegangen

Die OECD erwartet 2024 in Deutschland eine geringes Wirtschaftswachstum.
Foto: Marcus Brandt/dpa

Die Deutsche Wirtschaftsprognose für dieses Jahr wurde von der OECD, der Industriestaatenorganisation, nach unten korrigiert. Die in Paris ansässige Organisation teilte mit, dass ein Zuwachs von 0,3 Prozent erwartet wird. Im November ging die OECD noch von einem Wirtschaftswachstum in Deutschland von 0,6 Prozent in diesem Jahr aus.

Die Organisation hat auch die Wachstumserwartung für den Euroraum leicht auf 0,6 Prozent für 2024 gesenkt. Kurzfristig wird die Konjunktur durch angespannte Kreditbedingungen gebremst. Für das Jahr 2025 prognostiziert die OECD in Deutschland ein Wachstum von 1,1 Prozent und im Euroraum von 1,3 Prozent.

Im Vergleich zu 2023 erwartet die OECD insgesamt eine Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums. Sie prognostiziert für dieses Jahr ein Wachstum von 2,9 Prozent, etwas mehr als im Herbst angenommen. Im Jahr 2023 waren es 3,1 Prozent. Die Auswirkungen der angespannten Finanzbedingungen spiegeln sich auf den Immobilien- und Kreditmärkten wider, so die OECD. Der globale Handel bleibt gedämpft. Die Angriffe auf Schiffe im Roten Meer haben zu stark steigenden Frachtkosten und längeren Versandzeiten geführt. Dies erhöht den Preisdruck und stört die Produktionszeitpläne. Insgesamt betrachtet die Organisation die starken geopolitischen Spannungen als wesentliches kurzfristiges Risiko für Konjunktur und Inflation. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Konflikt im Nahen Osten den Energiemarkt stören sollte.

Aufgrund der zunehmenden Verschuldung und der anstehenden Ausgaben sieht die OECD den finanziellen Druck auf Regierungen steigen. Darüber hinaus ist eine stärkere internationale Zusammenarbeit erforderlich, um den globalen Handel wiederzubeleben, die Dekarbonisierung schneller und effektiver voranzutreiben und die Schuldenlast in Ländern mit niedrigem Einkommen zu verringern.

Die OECD, die ihren Sitz in Paris hat, besteht aus Ländern, die sich zur Demokratie und Marktwirtschaft bekennen. Inzwischen sind neben großen Volkswirtschaften wie Deutschland, den USA und Japan auch Schwellenländer wie Mexiko und Chile Mitglieder.

dpa