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Online-Betrug: Verbraucher fürchten Künstliche Intelligenz

Phishing-Mails im Namen von Banken oder Paketfirmen, Enkeltrick, Schocknachrichten: Viele Verbraucher haben das schon erlebt. Doch die Angst vor komplexen Betrugsmethoden mithilfe von KI wächst.

Verbraucher fürchten, dass Online-Betrug im Zuge von Künstlicher Intelligenz schwerer zu erkennen sein wird (Archivfoto)
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Verbraucher in Deutschland sind besorgt über Betrugsversuche im Internet – besonders im Zusammenhang mit neuen Methoden, die Künstliche Intelligenz (KI) nutzen. Laut einer Umfrage des Zahlungsdienstleisters Visa gaben rund neun von zehn Befragten (91 Prozent) an, bereits Opfer von Internetbetrug geworden zu sein. 83 Prozent sind der Meinung, dass Betrugsversuche im Internet in den letzten zwölf Monaten zugenommen haben. Fast alle Befragten (94 Prozent) befürchten, dass Betrugsversuche durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz noch schwieriger zu erkennen sein werden.

Wissentlich in Berührung gekommen mit «Deepfakes» sind 17 Prozent der Befragten. Damit sind realistisch wirkende Foto-, Audio-, oder Videoaufnahmen gemeint, die durch künstliche Intelligenz erzeugt oder verändert wurden. Bei den unter 35-Jährigen ist die Zahl deutlich größer (27 Prozent), heißt es in der Umfrage. Dafür hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Mai rund 1.000 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren repräsentativ befragt.

Gängige Betrugsmaschen bekannt und weit verbreitet

Mehr als 90 Prozent der Befragten sind mit gängigen Betrugsmaschen wie Phishing, dem Enkeltrick und Schocknachrichten vertraut. 80 Prozent haben bereits gefälschte Nachrichten von Paket- oder Lieferdiensten erhalten, während 64 Prozent Phishing-Nachrichten im Namen einer Bank bekommen haben. Betrügerische Textnachrichten, die angeblich von Enkeln, Mutter oder anderen Angehörigen stammen, wurden von 42 Prozent empfangen. Telefonanrufe mit ähnlichen Absichten haben 14 Prozent erlebt.

Ebenso viele waren bereits Ziel von «Love Scamming». Dabei versuchen Betrüger mittels gefälschter Profile in sozialen Medien eine Beziehung aufzubauen, um an Geld zu kommen. Diese Masche kennen rund drei von fünf Befragten (64 Prozent). 

Verbraucher mit selbstbewusster Einschätzung

Viele Verbraucher sind der Meinung, dass sie Betrug erkennen können. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) gibt an, dass es ihnen leicht fällt, betrügerische Websites oder E-Mails zu identifizieren. Trotzdem haben viele Bedenken vor dem Einsatz von KI bei Betrugsmaschen.

«In den Fokus von Betrugsversuchen rückt immer stärker die Manipulation von Menschen durch Techniken wie Phishing und Social Engineering», sagt Tobias Czekalla, Deutschland-Chef von Visa. Künstliche Intelligenz sei aber auch bei der Bekämpfung von Betrug ein wichtiger Pfeiler. Visa schütze Zahlungen mit über hundert verschiedenen KI-Modellen, erläuterte Czekalla. Die KI-gestützte Betrugserkennung von Visa habe allein 2023 weltweit Schäden in Höhe von rund 40 Milliarden US-Dollar (rund 37 Mrd. Euro) verhindert.

Insgesamt sind die Befragten uneinig über die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz: Für 38 Prozent überwiegen die Chancen, während die Mehrheit (54 Prozent) sich mehr um die Risiken sorgt. Bei der Generation über 60 ist die empfundene Bedrohung größer (65 Prozent) als bei Verbrauchern unter 35 Jahren (45 Prozent).

„Es gibt insgesamt 16 Bundesländer in Deutschland. Berlin ist die Hauptstadt und zugleich ein eigenes Bundesland.“

„Es ist wichtig, dass wir alle Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag. „Wir müssen solidarisch handeln und zusammenhalten, um diese Krise zu bewältigen.“

dpa