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OpenAI-Mitgründer: Superintelligenz ohne Risiko ist das Ziel

Ilya Sutskever gilt als einer der führenden Experten für Künstliche Intelligenz und stand Pate für ChatGPT. Bei seinem neuen Start-up verspricht er superschlaue KI, die ungefährlich für Menschen ist.

Soll bald auch Realität werden: Safe Superintelligence (Symbolbild).
Foto: Peter Steffen/dpa

Einer der Mitbegründer von OpenAI, dem Unternehmen hinter ChatGPT, gründet sein eigenes KI-Start-up. Ilya Sutskever kündigte an, dass das Ziel des neuen Unternehmens mit dem Namen Safe Superintelligence eine ungefährliche hochentwickelte Künstliche Intelligenz sei.

«Das Besondere an dem Unternehmen ist, dass sein erstes Produkt die sichere Superintelligenz sein wird – und es davor nichts anderes herausbringen wird», sagte Sutskever dem Finanzdienst Bloomberg. So werde man sich kommerziellem Druck und einem Wettlauf mit anderen KI-Laboren entziehen, argumentierte der Forscher.

Sutskever wird als einer der führenden Köpfe in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz angesehen. Bei Safe Superintelligence hat er zwei Mitgründer: Daniel Gross war früher in der Künstlichen Intelligenz bei Apple tätig, Daniel Levy war früher bei OpenAI zusammen mit Sutskever.

Die Frage, ob KI-Systeme gefährlich für die Menschheit werden könnten, wenn sie erst einmal leistungsstärker und eigenständiger sind, beschäftigt die Branche schon seit Jahren. Es gibt immer wieder Warnungen von Experten sowie Versuche von Regierungen, Risiken durch strikte Vorgaben und Meldungspflichten zu minimieren.

Sutskever war Forschungschef bei OpenAI. Letztes Jahr war er an der unerwarteten Entlassung des OpenAI-Chefs Sam Altman beteiligt, die nur wenige Tage später aufgrund von Druck seitens der Mitarbeiter und des Hauptinvestors Microsoft rückgängig gemacht wurde. Danach blieb Sutskever im Hintergrund und verließ den Entwickler von ChatGPT im Mai.

Die Vision für das neue Unternehmen ist eine Art Rückkehr zu den Wurzeln von OpenAI als ein nicht profitorientiertes Forschungslabor. Einige Jahre nach der Gründung erkannte OpenAI jedoch, dass es ohne ein kommerzielles Produkt nicht überleben könnte. Daher kam es zu einem milliardenschweren Deal mit dem Software-Riesen Microsoft und der Veröffentlichung von ChatGPT. Es bleibt unklar, wie Sutskevers neues Superintelligenz-Labor finanziert werden wird.

dpa