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Optimistische Einschätzung des Wirtschaftsministeriums trotz niedriger Gasspeicherstände

Das Bundeswirtschaftsministerium meldet keine Anzeichen für eine Gasmangellage in Deutschland. Trotz niedriger Füllstände und skeptischer Einschätzungen der Branche bleibt die Versorgungssicherheit durch neue LNG-Importterminals und Pipeline-Lieferungen gesichert.

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Keine Mangellage erkennbar: Wirtschaftsministerium ist zufrieden mit Gasspeicher-Füllstand
Jan van der Wolf auf Pexels

Die Diskussion um die Füllstände der Gasspeicher in Deutschland gewinnt an Dringlichkeit, besonders mit Blick auf die bevorstehenden Wintermonate. Während die Energiebranche besorgt ist und düstere Prognosen für die kalte Jahreszeit abgibt, zeigt sich das Bundeswirtschaftsministerium optimistisch und sieht momentan keine Hinweise auf eine mögliche Mangellage.

Ein Vertreter des Ministeriums äußerte, dass die aktuellen Füllstände der Gasspeicher als positiv eingeschätzt werden. Zudem wurden in letzter Zeit neue Terminals für den Import von Flüssiggas (LNG) in Betrieb genommen, während die Pipeline-Lieferungen aus Norwegen weiterhin erfolgen. Die Sicherstellung der Versorgungssicherheit hat oberste Priorität, und bis jetzt gibt es keine erkennbaren Anzeichen, die auf eine Gefährdung hindeuten.

Diese Einschätzung steht im Widerspruch zu den Sorgen der Speicherbetreiber. Vertreter der Energiebranche zeigen sich skeptisch bezüglich des staatlich festgelegten Ziels, die Gasspeicher bis Anfang November auf 70 Prozent zu befüllen. Kerstin Andreae, Geschäftsführerin des Energielobbyverbands BDEW, erläuterte, dass dies physikalisch kaum noch umsetzbar sei. Trotz der hohen Gaspreise werde weiterhin eingespeichert, jedoch in langsamerem Tempo. Obwohl das Ziel theoretisch noch erreichbar sei, verschärfe sich die Gesamtsituation zunehmend.

Aktueller Füllstand der Gasspeicher

Zum 22. August 2026 liegt der Füllstand der deutschen Gasspeicher bei 50,71 Prozent. Dies ist 17,48 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr und liegt auch unter dem Durchschnittswert von 2015 bis 2021. Im Vergleich zum Vorjahr waren die Speicher zu diesem Zeitpunkt noch zu 67 Prozent gefüllt.

Normalerweise nutzen Gashändler die Sommermonate, um zu günstigen Preisen einzukaufen und die Speicher aufzufüllen, die dann im Winter benötigt werden. In diesem Jahr wird dies jedoch durch den Konflikt im Nahen Osten erschwert, der zu steigenden Energiepreisen führt. Daher zögern viele Unternehmen, ihre Einkäufe zu tätigen.

Das Wirtschaftsministerium räumt ein, dass die gegenwärtige Situation weniger komfortabel ist als in den vergangenen beiden Wintern. Dennoch könnten Füllstände zwischen 60 und 70 Prozent zu Beginn des Winters zusammen mit weiteren Importmöglichkeiten ausreichend sein, um die durchschnittliche Nachfrage zu decken. Eine staatliche Intervention zur Befüllung der Speicher sei momentan nicht erforderlich.

Beobachtungen und Reaktionen des Marktes

Das Ministerium verfolgt mit seiner optimistischen Haltung das Ziel, voreilige und preistreibende Eingriffe in den Gasmarkt zu vermeiden. Gleichzeitig wurde jedoch betont, dass der Staat eingreifen könne, sollte sich die Versorgungssicherheit signifikant verschlechtern. Die Bundesnetzagentur sieht die Gasunternehmen in der Pflicht, die Speicher entsprechend zu befüllen, äußert jedoch ebenfalls Bedenken, dass die Vorgaben nicht mehr erfüllt werden können.

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, bezeichnete die aktuellen Füllvorgaben als überholt und warnte vor möglichen Fehlanreizen. Er merkte an, dass diese Vorgaben in Krisenzeiten hilfreich waren, jedoch möglicherweise nicht mehr die gewünschten Ergebnisse liefern.

Die Füllvorgaben für die Gasspeicher stammen aus dem Jahr 2022, als die Märkte aufgrund des russischen Übergriffs auf die Ukraine stark unter Druck gerieten. Das Ministerium hat die aktuellen Äußerungen zur Kenntnis genommen, jedoch keine konkreten Pläne zur Anpassung der bestehenden Regelungen bekannt gegeben.

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Quellen: n-tv, tagesschau

Bildquelle: Jan van der Wolf auf Pexels

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS