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Otto Group und Nvidia: Partnerschaft zur Beschleunigung von Logistikabläufen

Die Otto Group arbeitet an einem Computersystem, das Logistikroboter trainiert und Sortieranlagen einbindet, um Kosten zu senken und Arbeitsplätze zu erhalten.

Zu der Otto Group gehören etwa die Onlineplattform Otto und der Paketzusteller Hermes. (Archivbild)
Foto: Marcus Brandt/dpa

Die Otto Group arbeitet mit dem US-Chipriesen Nvidia zusammen, um Logistikabläufe zu beschleunigen. Siemens hatte bereits in dieser Woche eine engere Zusammenarbeit mit Nvidia angekündigt.

Laut der Angaben arbeitet das Unternehmen aus Hamburg an einem Computersystem, das Logistikroboter schult, verbindet und steuert. Auch Sortieranlagen sollen integriert werden.

Mit dem System «Robotic Coordination Layer» wolle die Otto Group Kosten senken, sagte der für Logistik zuständige Vorstand, Kay Schiebur. Ihm zufolge wird als Folge des Vorhabens kein Arbeitsplatz wegfallen. Die Otto Group unterhält den Angaben nach rund 120 Logistikstandorte.

Nvidia stellt Software und Hardware bereit

Nvidia aus Santa Clara, Kalifornien, liefert der Otto Group unter anderem Software für physikbasierte Simulationen sowie Grafikprozessoren seiner Blackwell-Reihe, um diese Simulationen auszuführen. Die Höhe der Zahlungen von der Otto Group an Nvidia wurde von den Unternehmen nicht bekannt gegeben.

Azita Martin, die Vizepräsidentin für den Einzelhandel bei Nvidia, erklärte anlässlich der Ankündigung, dass Nvidia auch mit anderen Händlern wie Amazon zusammenarbeitet. Die Otto Group ist jedoch der erste europäische Einzelhändler, mit dem kooperiert wird.

System soll zuerst in Nordrhein-Westfalen getestet werden

Das System wird zuerst in einem Logistikzentrum von Hermes Fulfilment getestet, das Teil des Otto-Konzerns ist. Das Logistikzentrum liegt in der Stadt Löhne im Nordosten von Nordrhein-Westfalen. Reply hat einen digitalen Zwilling des Zentrums erstellt, also eine virtuelle Kopie.

Die Otto Group investiert einen zweistelligen Millionen-Betrag in die erste Entwicklungsphase, wie das Unternehmen mitteilte. Schiebur gab an, dass die Einführung des Systems in Löhne voraussichtlich sechs bis neun Monate dauern wird. Anschließend sollen weitere Standorte folgen. Die langfristige Vision besteht darin, das Lagersystem der Otto Group vollständig zu digitalisieren.

dpa