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Playmobil verlagert Produktion weltweit und schließt deutsches Werk

Playmobil verlagert die gesamte Produktion ins Ausland und schließt das Werk in Dietenhofen. Während das Unternehmen Kostengründe angibt, kritisieren Beschäftigte und Gewerkschaft die mangelnde Kommunikation und den Umgang mit der Belegschaft.

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Bildquelle: Daniele D'Andreti auf Unsplash

Mit der Schließung des Werks in Dietenhofen endet die Fertigung der Playmobil-Figuren „Made in Germany“. Die Horst Brandstätter Group hat bekannt gegeben, dass die gesamte Produktionsstätte ins Ausland verlagert wird, was zahlreiche Auswirkungen auf die Belegschaft hat.

Ende der deutschen Produktion

Vor der offiziellen Schließung des Werks in Mittelfranken wurden die verbleibenden Mitarbeiter eine Woche zuvor gegen Gehalt freigestellt. „Die Produktion ruht“, so ein Sprecher des Unternehmens. Die Fertigung der bekannten Spielzeugfiguren wird künftig an Standorten in Malta und Tschechien konzentriert.

Hintergrund der Entscheidung

Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit der Notwendigkeit, Kosten zu senken. Trotz der Verlagerung sollen wichtige Bereiche wie Produktentwicklung, Verwaltung und Marketing weiterhin in Deutschland angesiedelt bleiben. Der Sprecher betonte, dass Playmobil seine Wurzeln in Deutschland behält: „Playmobil bleibt als traditionsreicher Spielzeughersteller in Deutschland verwurzelt.“

Kritik von Seiten der Beschäftigten

Die Gewerkschaft IGBCE äußerte scharfe Kritik an der Vorgehensweise, insbesondere an der Kommunikation der Entscheidung. Michael Ulbrich, der Betriebsratsvorsitzende, bezeichnete die Situation als „Katastrophe“ und berichtete, dass viele Mitarbeiter sich von der Unternehmensführung nicht wertgeschätzt fühlten. Die Schließung des Dietenhofener Werks, das rund 350 Beschäftigten betrifft, wurde im Februar angekündigt.

Die Verkaufszahlen von Playmobil sind in den letzten Jahren gesunken, was die Notwendigkeit zur Schließung des Werks verschärfte. Hohe Lohn- und Energiekosten wurden als Hauptgründe für diese Entscheidung genannt. Das Ziel ist es, das Unternehmen nachhaltig zu stabilisieren und in Zukunft wieder Wachstum zu erzielen.


Quellen: n-tv

Bildquelle: Bildquelle: Daniele D’Andreti auf Unsplash

TS