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Postbank-Digitalstudie: Menschen immer länger online

Ein Leben ohne WhatsApp, Instagram oder andere Online-Anwendungen ist für viele kaum noch vorstellbar. Dabei gehen so viele Stunden drauf, dass sich etliche User eine Online-Diät wünschen.

Immer online und immer erreichbar: Die Deutschen verbringen laut einer Studie der Postbank durchschnittlich 71 Stunden pro Woche im Internet.
Foto: Sina Schuldt/dpa

Laut einer Studie der Postbank in Bonn verbringen die Menschen in Deutschland immer mehr Zeit im Internet. Im vergangenen Jahr stieg die durchschnittliche Anzahl der Online-Stunden auf 71 Stunden pro Woche, was sechs Stunden mehr sind als im Vorjahr. Vor fünf Jahren betrug dieser Wert noch 50 Stunden.

Insbesondere die sogenannten Digital Natives – in der Umfrage Personen im Alter von 18 bis 39 Jahren – machen intensiven Gebrauch vom Internet. Statistisch betrachtet sind sie nahezu vier volle Tage pro Woche online (93 Stunden). Für die repräsentative Studie wurden im Auftrag der Postbank 3038 Personen in Deutschland mit guten Deutschkenntnissen in der zweiten Jahreshälfte 2023 befragt.

Junge Generation besorgt über hohe Online-Zeit

Viele Befragte waren besorgt über ihre hohe Online-Zeit, insbesondere die jüngere Generation. Knapp ein Drittel (30 Prozent) der jüngeren Befragten zwischen 18 und 39 Jahren denkt bereits darüber nach, öfter eine Pause vom Internet einzulegen. Bei den Befragten ab 40 Jahren sind immerhin noch 82 Prozent mit ihrer aktuellen Nutzung zufrieden. Junge Menschen betrachten vor allem soziale Netzwerke als zeitaufwendig. 41 Prozent von ihnen wollen sich dort zurückziehen. Bei den Älteren geht es hingegen eher darum, generell weniger im Internet zu surfen. 37 Prozent von ihnen möchten ihre gewonnene Zeit vor allem für persönliche Treffen mit Familie und Freunden nutzen.

Zusätzlich gewinnen auch gesundheitliche Aspekte immer mehr an Bedeutung. 28 Prozent der Befragten, die ihre private Internetnutzung begrenzen wollen, sind der Meinung, dass weniger Online-Zeit ihre Konzentration, Produktivität und Kreativität im Alltag steigert (plus 5 Prozentpunkte im Vergleich zu 2022). Gleich viele möchten sich besser konzentrieren können und etwa 20 Prozent möchten nicht ständig erreichbar sein.

Smartphone bleibt bevorzugtes Gerät

Das Smartphone bleibt das favorisierte Gerät, um online zu gehen – wie in den Vorjahren. 84 Prozent der Befragten nutzen es zu diesem Zweck, gefolgt von Laptops (65 Prozent), PCs (50 Prozent) und Tablets (48 Prozent). Bei jüngeren Menschen sind digitale Geräte im Allgemeinen verbreiteter als bei älteren Menschen. So nutzen 91 Prozent der 18- bis 39-Jährigen ein Smartphone, während es bei den über 40-Jährigen 82 Prozent sind. Eine Ausnahme bildet der Laptop. 66 Prozent der Älteren nutzen ihn, im Vergleich zu 63 Prozent der Jüngeren. Desktop-PCs werden von beiden Generationen gleichermaßen genutzt: Jeder Zweite geht damit ins Internet, unabhängig vom Alter.

dpa