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Preise für Agrarprodukte wie Milch und Getreide gesunken

Zum Jahresende 2023 sind vor allem die beiden Warengruppen wieder deutlich billiger geworden. Bei einzelnen Produkten müssen sich Verbraucher aber weiterhin auf Preissteigerungen beinstellen.

Der Milchpreis lag im November 29,1 Prozent unter dem aus dem Vorjahresmonat (Symbolbild).
Foto: Peter Steffen/dpa

Im November 2023 erzielten Landwirte in Deutschland für ihre Produkte deutlich niedrigere Preise als im Vorjahr. Das Statistische Bundesamt gab den Rückgang mit elf Prozent an. Tierische Erzeugnisse waren mit einem Rückgang von 12,3 Prozent stärker betroffen als pflanzliche Erzeugnisse, bei denen ein Preisrückgang von 8,8 Prozent festgestellt wurde.

Der Hauptgrund für den Rückgang ist das sehr hohe Preisniveau im Inflationsjahr 2022. Seitdem sind insbesondere die wichtigen Warengruppen Getreide und Milch wieder deutlich günstiger geworden. Im Vergleich zum Oktober sind die Preise für alle landwirtschaftlichen Produkte leicht um 0,1 Prozent gestiegen.

https://x.com/destatis/status/1746791626528248157?s=20

Das Bundesamt gab Informationen zur Preisentwicklung in der ersten Wirtschaftsstufe, also beim Verkauf vom Erzeuger an einen ersten Zwischenhändler. Dies hat auch Auswirkungen auf die Verbraucherpreise, die jedoch nicht genau erfasst werden.

Preissteigerungen bei einzelnen Produkten

Verbraucher müssen weiterhin damit rechnen, dass einzelne Produkte im Supermarkt teurer werden. Im November waren Äpfel (+24,1 Prozent), Blumenkohl (+36,7 Prozent) und Kartoffeln (18,4 Prozent) auf Erzeugerebene deutlich teurer als im November 2022. Im Gegensatz dazu war Getreide ein Drittel (-33,4 Prozent) günstiger.

Der Hauptgrund für den starken Preisverfall bei tierischen Produkten ist der Milchpreis, der im November 29,1 Prozent niedriger war als im Vorjahresmonat. Im Gegensatz dazu waren Eier 25,2 Prozent teurer als vor einem Jahr. Der Preis für Schweinefleisch stieg um 10,3 Prozent.

dpa