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ProSiebenSat.1 schreibt erneut Verlust

Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 weitet seine Verluste aus. Wichtige Erlöse fehlen unter anderem aus TV-Werbeerlösen und der Parship-Gruppe.

Das Logo der ProSiebenSat.1 Media SE in Unterföhring.
Foto: Lennart Preiss/dpa

Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 ist im letzten Jahr weiter in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust beträgt 134 Millionen Euro, nach einem Minus von 49 Millionen im Vorjahr, wie das Unternehmen in Unterföhring bei München bekannt gab.

Der Vorstand plant den Aktionären trotzdem eine Dividende von 5 Cent pro Aktie auszuschütten. Für das laufende Jahr wird ein leichtes Umsatzwachstum und ein bereinigtes Betriebsergebnis auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr erwartet.

Die Unsicherheit bei den Verbrauchern und Verbraucherinnen und die damit verbundene Zurückhaltung der Werbeindustrie haben das erste Halbjahr 2023 vor allem geprägt“, erklärte ProSiebenSat.1. Im Schlussquartal stiegen die Umsätze. Im Gesamtjahr sank jedoch der Konzernumsatz um 7 Prozent auf 3,85 Milliarden Euro.

Joyn markiert Rekord

Die TV-Werbeerlöse gingen zurück, und auch der Verkauf des US-Produktionsgeschäfts der Red Arrow Studios sowie der Umsatzrückgang bei den Datingplattformen der Parship-Gruppe trugen dazu bei. Die Umsätze im digitalen Werbegeschäft, einschließlich der Streaming-Plattform Joyn, sowie das Geschäft der Vergleichsplattform Verivox und der Online-Parfümerie Flaconi sind jedoch gewachsen. Das bereinigte Betriebsergebnis des Konzerns sank um 15 Prozent auf 578 Millionen Euro.

Die Strategie mit Joyn im Mittelpunkt, die vor einem Jahr vorgestellt wurde, beginnt sich nun auszuzahlen. Dies wird durch die positive Entwicklung, insbesondere im vierten Quartal, deutlich, sagte Habets. Mit 6,3 Millionen monatlichen Nutzern im Schlussquartal hat Joyn einen Rekord erreicht. Das Ziel ist es, die Nutzung jedes Jahr mit zweistelligen Wachstumsraten zu steigern. ProSiebenSat.1 setzt dabei auf ein kostenfreies Angebot sowie mehr lokale und Live-Inhalte, auf Kosten von Filmen und Serien aus Hollywood.

dpa