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QVC geht neue Wege: Teleshopping-Pionier startet Neugestaltung nach Insolvenz

Der Teleshopping-Pionier QVC hat in den USA Insolvenz angemeldet, um seine Schulden von 6,6 Milliarden auf 1,3 Milliarden Dollar zu reduzieren. Das Unternehmen plant eine umfassende Neuausrichtung zur finanziellen Stabilisierung.

QVC ist insolvent: Teleshopping-Pionier plant Neuausrichtung
QVC / Echo Media Group

Die QVC Group, ein führender Anbieter im Bereich Teleshopping, hat in den USA ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Schulden des Unternehmens erheblich zu reduzieren und die finanzielle Basis neu zu strukturieren.

Aktuellen Informationen zufolge belaufen sich die Verbindlichkeiten des Unternehmens auf etwa 6,6 Milliarden US-Dollar, die auf rund 1,3 Milliarden Dollar gesenkt werden sollen. QVC, das neben dem eigenen Sender auch das Home Shopping Network (HSN) betreibt, gehört zu den Pionieren im Teleshopping-Sektor.

Veränderungen im Konsumverhalten

Die beiden Marken von QVC stehen seit geraumer Zeit unter Druck. Der Hauptgrund hierfür ist der Wandel im Konsumverhalten: Traditionelles Fernsehen verliert an Bedeutung, während der Onlinehandel und digitale Plattformen zunehmend an Einfluss gewinnen. Viele Unternehmen in der Branche haben Schwierigkeiten, ihre Geschäftsmodelle entsprechend anzupassen.

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Nach Unternehmensangaben sind die internationalen Tochtergesellschaften nicht von dem Insolvenzverfahren betroffen, mit Ausnahme einer nicht operativen Einheit in Luxemburg. Der Geschäftsbetrieb außerhalb der USA, einschließlich Deutschland, Großbritannien, Japan und Italien, wird weiterhin ohne Einschränkungen fortgeführt. Auch Zahlungen an Lieferanten erfolgen wie gewohnt.

Neuausrichtung des Unternehmens

Die Unternehmensführung betont, dass die Insolvenz Teil einer strategischen Neuausrichtung ist. Vorstandschef David Rawlinson erklärte, dass die QVC Group ihre Position im Bereich des sogenannten Live-Social-Shoppings ausbauen möchte. Dazu zählen Verkaufsformate über Streamingdienste und soziale Netzwerke wie TikTok.

QVC wurde 1986 gegründet und trat zunächst in Konkurrenz zum bereits etablierten Home Shopping Network. Im Jahr 2017 wurden beide Unternehmen zusammengeführt, als die klassischen Teleshopping-Modelle bereits unter wirtschaftlichem Druck standen.

Die Unternehmensführung versichert, dass ausreichend Liquidität vorhanden ist, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und die Verpflichtungen gegenüber Gläubigern zu erfüllen. Die Mitarbeiter sollen weiterhin bezahlt werden, und es sind keine Kündigungen geplant.

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Bildquelle: QVC / Echo Media Group

Ronny Winkler