Die Nachfrage nach Urlaubsreisen im Sommer 2024 ist hoch. Die Reisewirtschaft erwartet ein Umsatzwachstum von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ganz ungetrübt ist das Bild allerdings nicht.
Reisebranche erwartet Umsatzplus – Mehr Buchungen für Sommer

Aufgrund der starken Nachfrage für die Sommersaison erwartet die deutsche Reisewirtschaft steigende Umsätze bei Urlaubs- und Privatreisen. Laut dem Branchenverband DRV werden die Menschen in Deutschland insgesamt 78 Milliarden Euro für vor Urlaubsantritt gebuchte Leistungen ausgeben – sowohl für Pauschalreisen als auch für individuell zusammengestellten Urlaub.
Es wurde prognostiziert, dass der Umsatz für Reisen ab mindestens einer Übernachtung im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent steigen wird. Allerdings wird die Anzahl der Reisenden im Touristikjahr 2023/24 voraussichtlich immer noch unter dem Wert vor der Corona-Pandemie liegen.
Folgen der erhöhten Luftverkehrssteuer noch offen
Angesichts der hohen Inflation waren bereits 2022/2023 weniger Menschen mit Reiseveranstaltern unterwegs als vor der Pandemie. Noch nicht absehbar ist den Angaben zufolge, wie sich die von der Bundesregierung geplante Erhöhung der Luftverkehrsteuer auf die Preise und die Nachfrage auswirken wird. «Offenkundig konnten sich schon 2023 viele Bundesbürger aufgrund gestiegener Kosten keine Urlaubsreise mehr leisten», sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig. Die Bundesregierung dürfe das Reisen nicht noch weiter verteuern.
Gemäß der Prognose wird die Mehrheit der Bevölkerung jedoch nicht auf das Reisen verzichten. Dies wird auch durch die Vorausbuchungen von Veranstalterreisen für die Sommersaison bestätigt, die bisher deutlich über den Werten vom letzten Jahr sowie dem Jahr vor der Pandemie 2019 liegen.
Bei Flugpauschalreisen dürften die Türkei und Griechenland Wachstumstreiber sein. Bei Fernreisen erwartet der DRV eine Zunahme der Reisenden um elf Prozent und einen Anstieg des Umsatzes um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. «Viele Fernreiseziele wie die USA, Australien, Thailand oder Indonesien haben sich nach der Corona-Pandemie erst nach und nach wieder erholt», erläuterte Fiebig. Daher seien unverändert Nachholeffekte zu erwarten.
Der Verband plant, die Prognose, die erstmals für den Gesamtreisemarkt erstellt wurde, in Zukunft zweimal im Jahr zu veröffentlichen.








