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Rekord beim Goldpreis: Feinunze über 4.800 Dollar

Gold erreicht ein neues Rekordhoch, auch Silber wird teurer. Experten sehen politische Spannungen als Hauptgrund für den Anstieg.

Gold ist teuer wie nie zuvor.
Foto: Arne Dedert/dpa

Der Preis für Gold ist weiter angestiegen und nähert sich nach einem weiteren Rekordhoch der Marke von 5.000 Dollar. Eine Feinunze (ca. 31,1 Gramm) des gelben Edelmetalls kostete am Mittwoch im frühen Handel bis zu 4.878 Dollar, was bisher noch nie erreicht wurde.

Der Kurs stieg zuletzt um 2,2 Prozent auf 4.867 Dollar und erhöhte damit das Jahresplus auf fast 13 Prozent. Gold war bereits im letzten Jahr eine der beliebtesten Anlageklassen. Der Preis stieg um 65 Prozent, was so stark war wie seit 1979 nicht mehr. Im vergangenen Jahr waren vor allem die vielen Konfliktherde weltweit Preistreiber.

Auch im Jahr 2026 führten politische Spannungen zu Kursgewinnen. Experten führten die Gewinne in den ersten Handelstagen des Jahres hauptsächlich auf die Situation im Iran und die aktuellen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen einige europäische Länder im Zusammenhang mit Grönland zurück.

Auch Silberpreis steigt weiter

Am Mittwoch stieg auch der Silberpreis weiter an, jedoch nicht so stark wie der Goldpreis. Der Preis für eine Feinunze Silber erhöhte sich um bis zu ein Prozent auf 95,55 Dollar, blieb jedoch knapp unter dem Rekordhoch von 95,89 Dollar, das am Dienstag erreicht wurde.

Das Jahresplus beim Silber betrug 2025 fast 150 Prozent, was deutlich höher war; in diesem Jahr stieg es bereits um weitere 32 Prozent. Während der Goldpreis seit etwa einem halben Jahr kontinuierlich gestiegen ist, hat der Silberpreis seit Anfang Dezember deutlich an Tempo zugelegt.

Bei vielen Investoren gelten Edelmetalle – insbesondere Gold – als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten. Silber ist außerdem ein bedeutendes Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen im Bereich KI, Robotik und Energie unerlässlich ist.

dpa