Rewe übernimmt die insolvente Feneberg-Kette und sichert damit die Zukunft von 3000 Mitarbeitern. Die Übernahme umfasst 72 Filialen, die teilweise unter der Marke Rewe weitergeführt werden.
Rewe übernimmt Feneberg: Zukunft für 3000 Mitarbeiter gesichert

Rewe sichert der Feneberg-Kette und ihren 3000 Mitarbeitern eine neue Perspektive
Im Allgäu hat sich der langwierige Bieterkampf um die insolvente Supermarktkette Feneberg nun entschieden. Der Lebensmittelkonzern Rewe wird zusammen mit einem Investor die Kette übernehmen, was die Zukunft aller 72 Filialen sichert. Dies bedeutet, dass die Mehrheit der rund 3000 Angestellten nicht nur ihre Arbeitsplätze behält, sondern auch neue Chancen erhält.
Der Gläubigerausschuss hat dem Verkauf bereits zugestimmt. Jetzt steht lediglich die Genehmigung durch die Gläubigerversammlung sowie die Prüfung durch das Bundeskartellamt aus. Für den Wettbewerber Edeka stellt diese Entscheidung einen bedeutenden Rückschlag dar, da Feneberg zuvor ein Teil des Edeka-Verbundes war und den Großteil seiner Produkte von dort bezog. Zuletzt erreichte der Jahresumsatz der Feneberg-Märkte mehr als 500 Millionen Euro. Stephan Leibold, der Sanierungsgeschäftsführer, betont, dass das Angebot von Rewe für die Gläubiger und Mitarbeiter wesentlich attraktiver war als das von Edeka.
Markenstrategie und Übernahmepläne
Die Übernahme wird von Rewe in Zusammenarbeit mit der neu gegründeten LEH Allgäu GmbH durchgeführt. Es ist vorgesehen, dass etwa die Hälfte der Filialen unter dem Namen Rewe betrieben wird, während die anderen Märkte weiterhin als Feneberg firmieren. Außerdem wird die Landbäckerei Sinz in Durach in den Übernahmeplan einbezogen. Das bestehende Regionalprogramm „VonHier“ soll fortgeführt werden, was für lokale Erzeuger und Landwirte von großer Bedeutung ist.
Folgen für die Mitarbeiter der Feneberg-Kette
Die Angestellten der Feneberg-Filialen können ihre Arbeitsplätze behalten, ebenso bleibt die Zentrale sowie die Logistik in Kempten bestehen. Leibold stellte klar, dass sowohl Rewe als auch LEH voraussichtlich eine ähnliche Anzahl an Mitarbeitern beschäftigen werden, wobei die genaue Verteilung von der Entscheidung des Kartellamtes abhängt. Allerdings könnte es auch zu Entlassungen im Verwaltungsbereich kommen, die genaue Zahl ist momentan jedoch noch nicht bekannt.
Peter Maly, Vorstand von Rewe, bestätigte, dass die bestehenden Arbeitsverträge der Mitarbeiter in den von Rewe geführten Märkten unverändert bleiben. Auch die Tankstellen, die zur Kette gehören, sollen weiterhin betrieben werden.
Hintergründe zur Insolvenz von Feneberg
Die Insolvenz von Feneberg wurde am 9. Januar 2026 in Eigenverwaltung beantragt, und das Amtsgericht Kempten eröffnete das Insolvenzverfahren Anfang April. Die Ursachen für die Insolvenz umfassen strukturelle Probleme innerhalb des Filialnetzes sowie eine hohe Schuldenlast und Altverbindlichkeiten. Mit diesem Verkauf endet ein wichtiger Übernahmekampf im deutschen Lebensmittelhandel. Für Rewe stellt dieser Deal einen strategisch bedeutenden Schritt zur Expansion im Allgäu dar, während sowohl die Kunden als auch die Mitarbeiter von der Fortführung der Supermärkte und der Sicherung der Arbeitsplätze profitieren.
Quellen: Bild, Merkur
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