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Rote Zahlen bei Thyssenkrupp – Aktie auf Rekordtief

Die jüngsten Geschäftszahlen des Industriekonzerns Thyssenkrupp lassen den Kurs der ohnehin gebeutelten Aktie weiter sinken. Eine wichtige Rolle spielt die Konjunkturschwäche.

Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat im dritten Quartal erneut rote Zahlen geschrieben.
Foto: Federico Gambarini/dpa

Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat von April bis Juni erneut Verluste verzeichnet. Eine schwächere Dynamik in wichtigen Kundenindustrien wie der Autobranche, dem Maschinen- und Anlagenbau und der Bauwirtschaft habe das Geschäft belastet, erklärte das Unternehmen in Essen.

Thyssenkrupp hat die Prognose für das Gesamtjahr bereits im Juli zum dritten Mal in diesem Jahr gesenkt. Der Konzern kündigte weitere Restrukturierungen für die Autozulieferer-Sparte an, einschließlich des Abbaus von hunderten Stellen in Deutschland. Das Konzept für die Neuausrichtung des Stahlgeschäfts hängt unterdessen weiterhin in der Schwebe.

Aktie sinkt auf Rekordtief: 3,14 Euro

Die gesamte Situation führte zu zusätzlichen Verlusten für die bereits stark gebeutelte Aktie. Das Papier fiel bereits am frühen Morgen und erreichte ein Rekordtief von 3,14 Euro. Mittags lag der Kurs bei 3,17 Euro.

Thyssenkrupp-Aktien haben seit Anfang des Jahres um die Hälfte nachgegeben. Die schlechten Ergebnisse und die hohe Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Geschäftsentwicklung haben dazu geführt, dass Anleger sich abgewandt haben. Im Börsensegment MDax gehören sie 2024 zu den schwächsten Werten.

54 Millionen Euro Verlust im dritten Quartal

Thyssenkrupp meldete, dass im dritten Geschäftsquartal (bis Ende Juni) ein Verlust von 54 Millionen Euro verzeichnet wurde. Im Vergleich dazu hatte das Unternehmen im Vorjahreszeitraum noch 83 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Bereits in den ersten beiden Quartalen hatte Thyssenkrupp Verluste eingefahren.

dpa