In den ersten Monaten des Jahres 2023 hat Russland bedeutende Mengen Gold verkauft, während der Zugang zu wesentlichen westlichen Handelsplätzen erheblich eingeschränkt bleibt. Diese Verkäufe werfen die Frage auf, wohin das Edelmetall letztlich fließt.
Russland sorgt für Aufsehen mit milliardenschweren Goldverkäufen

In den ersten Monaten des Jahres 2023 hat Russland bedeutende Mengen Gold verkauft, während der Zugang zu wesentlichen westlichen Handelsplätzen erheblich eingeschränkt bleibt. Diese Verkäufe werfen die Frage auf, wohin das Edelmetall letztlich fließt.
Seit Jahresbeginn hat das Land bereits ungefähr 56 Tonnen Gold im Gesamtwert von über acht Milliarden Dollar aus seinen Beständen veräußert. Dies geschieht inmitten anhaltender Sanktionen, die den Zugang zu bedeutenden Märkten wie London und New York nahezu unmöglich machen.
Wertsteigerung der Goldreserven
Trotz der Verkäufe ist der Wert der Goldbestände in den letzten Monaten gestiegen. Laut der russischen Zentralbank (CBR) war der Gesamtwert der Goldreserven Ende August 333,48 Milliarden Dollar, verglichen mit 292,85 Milliarden Dollar Ende Juli. Gold macht mittlerweile 43,4 Prozent der offiziellen Reserven Russlands aus, die insgesamt 769,02 Milliarden Dollar betragen.
Goldreserven und Verkäufe im Detail
Die russische Zentralbank gab am 18. September 2023 an, dass Russland über 73 Millionen Unzen Gold verfügt, was etwa 2.270,54 Tonnen entspricht. Im Juli waren es noch 73,2 Millionen Unzen. Damit hat sich der Bestand innerhalb kurzer Zeit um 200.000 Unzen, also rund 6,22 Tonnen, verringert.
Der Rückgang der Goldreserven begann bereits im Januar, als 300.000 Unzen, was etwa 9,33 Tonnen entspricht, verkauft wurden. In den folgenden Monaten gab es fortlaufende Verkäufe von jeweils 200.000 Unzen, und im Juni wurden weitere 300.000 Unzen verkauft.
Spekulationen über den Absatzmarkt
Die Frage, an wen das Gold verkauft wird, ist von großer Bedeutung. Aufgrund der Sanktionen ist es für Russland nicht einfach, an den westlichen Handelsplätzen zu handeln. Beobachter spekulieren, dass ein Teil des Goldes nach China fließen könnte. In diesem Jahr hat die Volksbank von China ihre Goldkäufe erheblich ausgeweitet und bislang 2,58 Millionen Unzen, etwa 80,2 Tonnen, erworben.
Verwendung der Goldreserven
Elvira Nabiullina, Präsidentin der Zentralbank Russlands, erklärte, dass das Land keine Details zu seinen Goldgeschäften preisgeben wird. Sie betonte, dass das Gold nicht ins Ausland verkauft wird, sondern vielmehr für die Münzproduktion und zur Unterstützung des nationalen Vermögensfonds genutzt werden soll.
„Der derzeitige leichte Rückgang hängt hauptsächlich mit den Maßnahmen des Finanzministeriums zusammen, bei denen Mittel aus dem Nationalen Vermögensfonds zum Einsatz kommen; dies geschieht im Rahmen der Haushaltsregel. Gold wird zudem für die Herstellung von Münzen verwendet.“
Die Entwicklungen rund um den Goldverkauf Russlands werfen Fragen auf und werden weiterhin genau beobachtet, da sie sowohl wirtschaftliche als auch geopolitische Implikationen haben können.
Quellen: Focus
Bildquelle: Bildquelle: Jingming Pan auf Unsplash
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








