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Russlands Wirtschaft im Iran-Krieg: Wladimir Putins neuer Bluff

Russlands Wirtschaft steht unter Druck, während die Öl- und Gaspreise steigen. Wladimir Putins Überlegungen, Lieferungen an Europa einzustellen, könnten den Energiemarkt weiter destabilisieren und die Einnahmen des Kremls kurzfristig sichern.

Russlands Wirtschaft im Iran-Krieg: Wladimir Putins neuer Bluff

Öl- und Gastanker in der Straße von Hormus: Iranisches Regime unter Druck

In der Straße von Hormus staut sich der Verkehr von Öl- und Gastankern. Derzeit haben nur wenige Schiffe die Möglichkeit, diese strategisch wichtige Meerenge zu durchqueren. An diesem Nadelöhr übt das iranische Regime erheblichen Druck auf die Weltwirtschaft aus. Die Preise für Gas und Öl steigen, während der globale Energiemarkt angespannt auf die Entwicklungen reagiert. In diesem Kontext trägt auch Wladimir Putin zur Verschärfung der Situation bei. Mineralölkonzerne profitieren wohl von der Krise.

Putins Überlegungen zur Gaslieferung

„Vielleicht wäre es für uns vorteilhafter, die Lieferungen an den europäischen Markt sofort einzustellen“, äußerte der russische Präsident. In einem Gespräch mit seinem Berichterstatter Pawel Sarubin betonte Putin, dass es sich lediglich um ein Gedankenspiel handele. Seine Äußerungen sollten nicht als politische Drohung verstanden werden, und eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen. Dennoch wolle er seine Regierung anweisen, diese Thematik zu prüfen.

EU plant Verzicht auf russisches Gas

Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2027 vollständig auf russisches Gas zu verzichten. Ab dem 18. März tritt ein Importverbot in Kraft, wobei Übergangsfristen für bestehende Verträge gelten. „Wenn man uns ohnehin in ein oder zwei Monaten ausschließen wird, wäre es dann nicht sinnvoller, selbst die Entscheidung zu treffen und sich in jene Länder zurückzuziehen, die verlässliche Partner sind?“, führte Putin seine Überlegungen weiter aus.

Putins Strategie und die Auswirkungen auf den Energiemarkt

In welche Länder Putin sich zurückziehen möchte, ließ der Kremlchef offen. Dies könnte daran liegen, dass er keine realistischen Alternativen hat. Putins Gedankenspiel verfolgt jedoch ein klares Ziel: die Gaspreise auf den angespannten Märkten weiter zu steigern. Während die Tanker in der Straße von Hormus feststecken, feiert Igor Setschin, der Chef des Mineralölkonzerns Rosneft, hinter den Kulissen. Laut einem Kremlpropagandisten herrscht dort eine ausgelassene Stimmung. Der Preis für Rohölsorte Mars ist auf Rekordhoch.

Russland könnte von einer längeren Phase hoher Öl- und Gaspreise profitieren. Für den Kreml bedeutet dies zusätzliche Einnahmen, die zur Stabilisierung des Staatshaushalts und zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs dringend benötigt werden. Öl springt zweistellig – Märkte nervös, Gold gefragt.

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Bildquelle: ai-generated-gemini

Ronny Winkler