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Ryanair beendet Flugbetrieb in Bremen und kürzt Verbindungen in Wien drastisch

Ryanair stellt Flugbetrieb in Bremen ein und reduziert Angebot in Wien Die irische Airline Ryanair hat die Entscheidung getroffen, ihren Flugbetrieb am Bremer Flughafen einzustellen.

Streit um Flughafengebühren: Ryanair stellt Betrieb in Bremen ein und streicht in Wien Flüge
Bildquelle: Sevcan Alkan auf Unsplash

Ryanair stellt Flugbetrieb in Bremen ein und reduziert Angebot in Wien

Die irische Airline Ryanair hat die Entscheidung getroffen, ihren Flugbetrieb am Bremer Flughafen einzustellen. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden Plans, der auch eine Reduzierung der Flugverbindungen in Wien umfasst. In der österreichischen Hauptstadt werden insgesamt zwölf Verbindungen gestrichen, was voraussichtlich Auswirkungen auf etwa 80 Beschäftigte haben wird. Michael O’Leary, der CEO von Ryanair, äußerte sich negativ über die österreichische Regierung und warnte vor weitergehenden Einschnitten.

Die Entscheidung von Ryanair, ihren Betrieb in Bremen zu beenden, wurde von der Landesregierung der Hansestadt bestätigt. Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt kritisierte die Airline und warf ihr vor, in den Verhandlungen zu Flughafengebühren überzogene Forderungen zu stellen. Nach Angaben aus Vogts Büro wollte Ryanair die Nutzung der Flughafeninfrastruktur praktisch kostenlos erhalten, was erhebliche finanzielle Einbußen für den Flughafen zur Folge hätte. Sie betonte, dass eine solche Preisgestaltung nicht tragbar sei und die öffentlichen Mittel nicht für die Forderungen der Airline aufgebracht werden könnten.

Auswirkungen auf den Bremer Flughafen

Der Rückzug von Ryanair wird voraussichtlich dazu führen, dass der Bremer Flughafen etwa 400.000 Fluggäste pro Jahr verliert, was rund einem Fünftel des gesamten Passagieraufkommens entspricht. Senatorin Vogt erklärte, dass dieser Verlust schmerzhaft sei, jedoch eine prekäre Preisgestaltung für den Flughafen nicht akzeptabel sei. Der Rückzug könnte zudem einen finanziellen Verlust von etwa 3 Millionen Euro für den Flughafen bedeuten, was in der aktuellen wirtschaftlichen Lage eine große Herausforderung darstellt.

In Wien plant Ryanair, im Rahmen des Winterflugplans 2026 vier stationierte Flugzeuge abzuziehen und die bereits für den Sommerflugplan vorgenommenen Kürzungen fortzusetzen. Die Airline begründet diese Maßnahmen mit den gestiegenen Kosten in Österreich, insbesondere durch die Luftverkehrssteuer und die Gebühren der Flugsicherung, die seit der Corona-Pandemie stark angestiegen sind.

Kritik an der österreichischen Regierung

Michael O’Leary kritisierte den österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker wegen dessen Untätigkeit und bezeichnete die angekündigten Kürzungen als direkte Folge des Versäumnisses der Regierung, die Luftverkehrssteuer abzuschaffen. O’Leary forderte die Streichung eines im Juni angekündigten Hilfspakets über 30 Millionen Euro für die Luftfahrt und stattdessen die Abschaffung der Steuer, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken.

Strategie von Ryanair in Deutschland

Bereits zuvor hatte Ryanair ihr Angebot nach Hamburg und Berlin reduziert, ebenfalls aufgrund hoher Standortgebühren. Stattdessen hat die Airline ihr Angebot an kleineren Flughäfen ausgeweitet, die weniger strengen Beihilferegeln unterliegen. Die Bremer Regierung wirft Ryanair vor, gezielt kleinere Flughäfen auszuwählen, um von günstigeren Bedingungen zu profitieren und die Betreiber unter Druck zu setzen.

Diese Situation verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen Airlines und Flughäfen in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage konfrontiert sind. Die Verhandlungen über Flughafengebühren und die damit verbundenen Forderungen sind entscheidend für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Fluggesellschaften und Flughafenbetreibern.



Quellen: n-tv, RTL

Bildquelle: Bildquelle: Sevcan Alkan auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS