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Trotz Erholungstendenzen hat Samsung im 4. Quartal erhebliche Gewinneinbußen verzeichnet

Der Überschuss ging um 73,4% zurück, doch Samsung erwartet eine Erholung der Ertragskraft und eine Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte.

Trotz des deutlichen Gewinnrückgangs blickt Samsung optimistisch in die Zukunft.
Foto: Robert Schlesinger/dpa-Zentralbild/dpa

Obwohl es im Markt für Speicherchips Erholungstendenzen gab, musste der führende Anbieter Samsung im vierten Quartal erneut erhebliche Gewinneinbußen hinnehmen.

Samsung Electronics gab bekannt, dass der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um 73,4 Prozent auf 6,34 Billionen Won (4,4 Mrd Euro) gesunken ist. Der Umsatz ging um 3,8 Prozent auf 67,78 Billionen Won (47 Mrd Euro) zurück. Das Unternehmen erwartet eine moderate Erholung der Ertragskraft in der ersten Jahreshälfte und eine noch deutlichere Verbesserung in der zweiten Hälfte.

Die Chipsparte verzeichnete erneut einen operativen Verlust, jedoch reduzierte sich das Defizit von 3,75 Billionen Won im dritten Quartal auf 2,18 Billionen Won. Es wurde berichtet, dass das Geschäft mit Speicherchips im Vergleich zum Vorquartal eine Erholung verzeichnete. Auch die Nachfrage nach Smartphones stieg an. Laut Marktforschern wurde der südkoreanische Rivale im letzten Jahr jedoch von dem US-Unternehmen Apple als größter Smartphone-Anbieter abgelöst.

Im Jahr 2024 verzeichneten die Südkoreaner insgesamt einen Umsatzrückgang um 14 Prozent auf 258,94 Billionen Won. Der Reingewinn sank in allen Bereichen um 72 Prozent auf 15,49 Billionen Won.

Überangebot an Chips

Ein Überangebot in der Chipbranche bei schleppender Nachfrage hatten Samsung lange schwer zu schaffen gemacht. Zuletzt scheine sich jedoch «die allgemeine Nachfrage mit der Normalisierung der Lagerbestände der Kunden erholt zu haben», erklärte das Unternehmen. Es habe einen höheren Bedarf an Speichern für PC und mobile Geräte gegeben. Die Nachfrage nach Servern für Künstliche Intelligenz sei darüber hinaus stark geblieben. Zudem hätten Preiserhöhungen beim Ausbau der Bestände eine Rolle gespielt.

Samsung geht davon aus, dass die Erholung in der Branche in diesem Jahr weitergehen wird. Zu den Risiken zählen unter anderem die Schwankungen in der Zinspolitik und ein Rückgang der Industrieproduktion.

Samsung schaut auch zuversichtlich auf die Entwicklung im Smartphone-Markt. Es wird erwartet, dass sich die Verbraucherstimmung stabilisiert und die Nachfrage aufgrund einer erwarteten sanften Landung der Weltwirtschaft steigt. Insbesondere die Nachfrage nach teureren Modellen wird voraussichtlich das Wachstum vorantreiben. Laut der Analysefirma IDC wurden im letzten Jahr 234,4 Millionen iPhones von Apple verkauft. Samsung hat hingegen 226,6 Millionen Einheiten abgesetzt.

dpa