Elon Musks KI Grok ließ Nutzer Frauen in Fotos auf der Online-Plattform X in Bikinis umkleiden. Nach Empörung in vielen Ländern führt die Firma des Tech-Milliardärs mehr Vorkehrungen dagegen ein.
Schranken für anzügliche KI-Bilder bei Musk-Chatbot Grok

Nach heftiger internationaler Kritik hat Elon Musks KI-Firma xAI neue Schranken für anzügliche KI-Bilder bei ihrem Chatbot Grok eingezogen. So seien «technologische Maßnahmen» eingeführt worden, die die Bearbeitung von Bildern realer Personen mit leichter Bekleidung wie Bikinis verhindern sollen, teilte die zu xAI gehörende Online-Plattform X mit. Diese Beschränkung gelte sowohl für kostenlose Accounts als auch für zahlende Nutzer.
In Gebieten, in denen dies illegal ist, wird auch durch Geoblocking verhindert, dass mit Künstlicher Intelligenz Bilder von realen Personen in Bikinis, Dessous oder ähnlicher Kleidung erstellt werden können. Es wurde betont, dass zukünftig nur zahlende Kunden Bilder mit Grok bei X erstellen oder bearbeiten können.
Empörung über sexualisierte Bilder
Grok ist ein KI-Chatbot von Musk, der mit dem ChatGPT von OpenAI konkurrieren soll. Die Software ist an X gebunden, aber hat auch eine eigene App. Sowohl Grok als auch X sind Teil von xAI.
In den letzten Tagen wurden Musk und xAI kritisiert, da Nutzer mit Grok beispielsweise Kleidung von Frauen durch Bikinis ersetzen konnten. Ermittlungen wurden eingeleitet. Malaysia sperrte Grok und kündigte rechtliche Schritte gegen X an. Kurz vor der Ankündigung von X begann auch Kalifornien mit einer Untersuchung.
Musk: Keine Nacktbilder
In den letzten Tagen wog der Vorwurf schwer, dass per Grok auch Bilder Minderjähriger sexualisiert worden seien. Musk schrieb am Donnerstag bei X, ihm seien keine Fälle bekannt, in denen Grok Nacktbilder Minderjähriger generiert habe. Bei der Kritik ging es jedoch eher um eine sexualisierte Darstellung in freizügiger Bekleidung – worauf Musk in seinem Beitrag nicht einging.
Brüssel droht mit Durchgreifen
Die EU-Kommission hatte bereits vor der neuen Ankündigung erklärt, dass sie die zusätzlichen Maßnahmen zur Kenntnis genommen und analysieren werde. Sollten die Schritte nicht ausreichen, werde sie nicht zögern, das volle Arsenal des Digitalgesetzes DSA (Digital Services Act) einzusetzen. In den vergangenen Tagen hatte die Kommission verstärkt Druck auf X ausgeübt. Erst Anfang Dezember hatte sie gegen Musks Online-Plattform unter Verweis auf Transparenzmängel eine Strafe von 120 Millionen Euro verhängt.








