Anleger vorsichtiger, US-Börsen geschlossen. Rüstungswerte steigen, Bechtle und Cancom verlieren. Euro und Rentenmarkt stabil.
Handel am deutschen Aktienmarkt verhalten nach Dax-Rekordhoch

Der Handel am deutschen Aktienmarkt am Montag war geprägt von kaum Impulsen und geringer Bewegung. Die Anleger zeigten sich nach dem Dax-Rekordhoch am Freitag wieder zurückhaltender. Zudem blieben die US-Börsen aufgrund eines Feiertags geschlossen, was als Impulsgeber fehlte. Der deutsche Leitindex schloss mit einem Minus von 0,15 Prozent bei 17.092,26 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor 0,51 Prozent auf 26.014,17 Punkte.
Die wichtigsten Indizes in Europa schlossen ebenfalls nahe ihren Freitagsschlussständen. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Euroregion, fiel um 0,05 Prozent auf 4763,07 Punkte. Der Cac 40 in Paris schloss prozentual unverändert, während in London moderate Gewinne verzeichnet wurden.
Die Rüstungswerte stiegen zum Wochenstart hierzulande. Die Aussicht auf steigende Verteidigungsausgaben treibt weiterhin an. Rheinmetall-Aktien erreichten erstmals die 400-Euro-Marke und schlossen den Tag an der Dax-Spitze mit einem Plus von 4,1 Prozent. Die Renk-Aktien sprangen um knapp 16 Prozent an und setzten damit ihren Rekordlauf fort. Hensoldt, der gefragteste MDax-Wert, gewann 3,5 Prozent und näherte sich weiter ihrem Rekordhoch von 37,54 Euro.
Die Bayer-Anteile stiegen um 1,0 Prozent. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern plant, über einen Zeitraum von drei Jahren nur das gesetzlich vorgeschriebene Minimum an Dividende zu zahlen. Die angekündigten Einschnitte kamen für Experten nicht besonders überraschend.
Bechtle wurde von einer negativen Analystenbewertung beeinträchtigt und fiel um 5,5 Prozent. Der IT-Dienstleister steht vor einem schwierigen Jahr, in dem kein Gewinnwachstum in Sicht ist, so Analyst Orson Rout von der britischen Investmentbank Barclays. Cancom verlor im Sog von Bechtle 2,3 Prozent.
SAF-Holland, ein Zulieferer für Nutzfahrzeuge, hat bekannt gegeben, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 die zuvor mehrfach angehobene Prognose erreicht wurde. Alle Regionen trugen zum Wachstum bei. Die Aktie stieg um 2,9 Prozent.
Die Aktien von Ceconomy erhielten einen Aufschwung durch einen Kursanstieg der Aktie des britischen Elektronikhändlers Currys. Der Aktienkurs stieg um 3,0 Prozent. Der Auslöser für die starken Kursgewinne bei Currys war, dass der chinesische E-Commerce-Riese JD.com eine Übernahme in Betracht zieht.
Am frühen Abend wurde der Euro mit 1,0768 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0776 (Freitag: 1,0768) Dollar fest. Der Dollar kostete somit 0,9279 (0,9286) Euro.
Die Umlaufrendite stieg am Rentenmarkt von 2,42 Prozent am Freitag auf 2,43 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozent auf 125,25 Punkte. Der Bund-Future verlor zuletzt 0,11 Prozent auf 132,84 Punkte.








