Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Lufthansa verzeichnet Gewinnrückgang im zweiten Quartal

Streikkosten und sinkende Ticketpreise belasten Bilanz – Winterflugplan bereits angepasst. Unternehmen erwartet Gewinne bei Tochtergesellschaften.

Die Kernmarke Lufthansa fliegt derzeit nur Verluste ein. (Symbolbild)
Foto: Andreas Arnold/dpa

Der Lufthansa-Konzern hat in diesem schwierigen Start ins Frühjahr deutlich weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Als Gründe für das schwache zweite Quartal nannte das Unternehmen Streikkosten in Höhe von rund 100 Millionen Euro und durchschnittlich sinkende Ticketpreise. Vor allem in Richtung Asien seien aufgrund wachsender Kapazitäten der chinesischen Airlines die Preise unter Druck. Den Winterflugplan ab Ende Oktober hat Lufthansa bereits aufgrund der niedrigeren Erlöse reduziert.

Der MDax-Konzern hat im zweiten Quartal einen Konzerngewinn von 469 Millionen Euro (2023: 881 Mio Euro) erwirtschaftet, wie er in Frankfurt mitteilte. Der Quartalsumsatz stieg um sieben Prozent auf 10 Milliarden Euro. Das Flugangebot wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent, während die Umsätze der Passagiergesellschaften nur um 4,5 Prozent stiegen.

Der Hauptverlustträger war vor allem die Kerngesellschaft Lufthansa, die in den ersten sechs Monaten ein Minus von 427 Millionen Euro verzeichnete, was eine gute halbe Milliarde weniger ist als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, als noch ein Gewinn von 149 Millionen Euro zu Buche stand. Das Management hat dort ein Sparprogramm eingeführt. Im Gegensatz dazu verliefen die Geschäfte der Wartungstochter Lufthansa Technik auf Rekordniveau. Auch für die anderen Fluggesellschaften wie Swiss, Austrian, Brussels oder Eurowings erwartet das Unternehmen Gewinne auf oder über dem Niveau des Vorjahres.

Der Konzern traut sich für das Gesamtjahr nur noch einen operativen Gewinn zwischen 1,4 bis 1,8 Milliarden Euro (bereinigtes EBIT) zu, nachdem zuvor rund 2,2 Milliarden Euro als Zielmarke genannt wurden. Im zweiten Quartal belief sich der operative Gewinn nur auf 686 Millionen Euro nach 1,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

Die Berliner Mauer wurde am 13. August 1961 errichtet und trennte die Stadt Berlin in Ost und West. Sie war 155 km lang und bestand aus Betonmauern, Stacheldrahtzäunen und Wachtürmen. Die Mauer wurde erst am 9. November 1989 geöffnet.

dpa