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Siemens Energy verdreifacht Gewinn – Windkraft-Sparte bleibt Problemfall

Starker Gewinnsprung bei Siemens Energy: Der Konzern legt deutlich zu und übertrifft Erwartungen. Doch im Windgeschäft bleibt die Lage angespannt.

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Foto: depositphotos

Der Energietechnikkonzern Siemens Energy meldet einen deutlichen Gewinnanstieg und sorgt damit für positive Signale an den Finanzmärkten. Das Unternehmen konnte seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr verdreifachen. Während klassische Energie- und Netztechnikbereiche stark performen, bleibt die Windkraft-Sparte weiterhin eine Herausforderung.

Gewinnsprung über Erwartungen

Siemens Energy profitierte zuletzt von einer starken Nachfrage nach Netztechnik, Gasturbinen und Serviceleistungen. Insbesondere der Bereich Energieübertragung und -infrastruktur entwickelte sich robust. Der Gewinnanstieg fiel deutlich stärker aus als von vielen Analysten erwartet.

Auftragslage weiter stabil

Auch die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Der Ausbau der Stromnetze, Investitionen in Energiewende-Projekte und internationale Großaufträge sorgen für anhaltend hohe Nachfrage. Das verschafft dem Konzern finanzielle Stabilität und Planungssicherheit.

Windkraft-Sparte bleibt Sorgenkind

Problematisch bleibt jedoch das Windgeschäft, insbesondere die Tochtergesellschaft Siemens Gamesa. Technische Schwierigkeiten, hohe Reparaturkosten und Projektverzögerungen belasten weiterhin die Bilanz. Trotz Fortschritten bei der Stabilisierung ist der Bereich noch nicht nachhaltig profitabel.

Restrukturierung zeigt erste Wirkung

Das Management arbeitet seit Monaten an einer umfassenden Sanierung der Windkraft-Sparte. Kostensenkungen, Qualitätsverbesserungen und organisatorische Anpassungen sollen langfristig für Stabilität sorgen. Erste Effekte sind sichtbar, doch der Weg bleibt anspruchsvoll.

Markt reagiert positiv

An der Börse wurde der starke Gewinnanstieg positiv aufgenommen. Investoren werten die Zahlen als Zeichen dafür, dass sich Siemens Energy operativ deutlich erholt hat – auch wenn das Windgeschäft weiterhin Risiken birgt.

Energiewende als langfristiger Treiber

Langfristig profitiert Siemens Energy von globalen Investitionen in Energieinfrastruktur und Klimaschutz. Der Ausbau erneuerbarer Energien, moderne Netze und flexible Kraftwerke gelten als zentrale Wachstumstreiber. Entscheidend wird sein, ob es dem Konzern gelingt, auch das Windgeschäft dauerhaft zu stabilisieren.

TS
Quellen: T-Online.de