Channel 21, der einst gefeierte Teleshopping-Kanal, hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Hannover hat ein vorläufiges Verfahren angeordnet, während die Zukunft des Senders ungewiss bleibt.
So kam es zur Insolvenz des Teleshopping-Kanals nach 25 Jahren Betrieb.

Der Teleshopping-Sender Channel 21, der einst als RTL Shop bekannt war, sieht sich mit einem Insolvenzverfahren konfrontiert. Dies wurde am 25. März 2026 vom Amtsgericht Hannover angeordnet.
Erst vor kurzem feierte der Sender sein 25-jähriges Bestehen und präsentierte auf Instagram Fotos von einer Jubiläumsfeier, bei der zahlreiche Prominente, darunter Moderatorin Tine Wittler und Ex-„Big Brother“-Star Alida Kurras, gratulierten. Doch die Freude währte nur kurz, denn laut Berichten hat das Amtsgericht Hannover ein vorläufiges Insolvenzverfahren über die Channel21 GmbH eingeleitet.
Ab sofort dürfen wichtige Entscheidungen beim Sender nur noch mit Zustimmung der vorläufigen Insolvenzverwalterin, Rechtsanwältin Stefanie Zulauf, getroffen werden. Sie ist Partnerin der Kanzlei Eckert Rechtsanwälte, die auch die European League of Football GmbH in ihrem Eigenverwaltungsverfahren betreut. Zudem wurden die Gläubiger des Senders aufgefordert, offene Zahlungen nur unter Berücksichtigung der gerichtlichen Anordnung zu leisten.
Ungewisse Zukunft für Channel 21
Die mittelfristige Perspektive für Channel 21 bleibt unklar. Die Insolvenzverwalterin wird zunächst prüfen, ob eine Fortführung des Betriebs und eine mögliche Sanierung realisierbar sind. Der Sender wurde zuletzt von Geschäftsführer Timm Hormann geleitet.
Die Insolvenz ist nicht überraschend, da Channel 21, wie viele andere Fernsehsender, unter den veränderten Sehgewohnheiten leidet. Immer weniger Menschen nutzen lineares Fernsehen, während die Konkurrenz durch Online-Plattformen wächst. Zudem ist der Sender im Vergleich zu anderen weniger bekannt.
Geschichte des Senders
Channel 21 wurde 2001 unter dem Namen RTL Shop gegründet. Im Jahr 2008 gab RTL bekannt, dass der Sender verkauft werden soll. Am 1. Januar 2009 erfolgte die Umbenennung in Channel 21. Zu den bekannten Moderatoren in der RTL-Zeit gehörten Persönlichkeiten wie Harry Wijnvoord und Walter Freiwald.
Die Entwicklung des Senders spiegelt die Herausforderungen wider, mit denen die gesamte Branche konfrontiert ist. Die sinkenden Einschaltquoten und die zunehmende Konkurrenz durch digitale Medien haben die wirtschaftliche Lage von Channel 21 erheblich belastet.
„Die Insolvenz ist das Ergebnis veränderter Rahmenbedingungen, die auch andere Sender betreffen“, so ein Branchenexperte.
Die nächsten Schritte werden entscheidend sein, um die Zukunft des Senders zu sichern und möglicherweise eine Sanierung einzuleiten.
Bildquelle: Smuconlaw via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)








