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Digitaler Konsum bei älteren Menschen: Studie zeigt Parallelen zu jüngeren Altersgruppen

94 Prozent der Babyboomer sind mit einem Smartphone ausgestattet und nutzen täglich das Internet, während sie gleichzeitig auf klassische Medien wie Fernsehen und Zeitung setzen.

Viele Menschen zwischen 55 und 75 Jahre nutzen Smartphones.
Foto: Jens Kalaene/dpa

Auch für viele Menschen zwischen 55 und 75 Jahren ist der digitale Konsum längst fester Bestandteil des Alltags, indem sie online einkaufen, auf dem Smartphone surfen und mit WhatsApp Nachrichten schreiben.

Trotzdem vertrauen sie immer noch auf traditionelle Medien wie das herkömmliche, lineare Fernsehen und gedruckte Zeitungen. Dies geht aus einer Studie der Unternehmensberatung PwC hervor, die im Voraus der Deutschen Presse-Agentur vorlag und nächste Woche veröffentlicht werden soll.

1000 Personen aus der Altersgruppe der sogenannten «Babyboomer» wurden dabei zu ihrem Konsumverhalten und ihrer Mediennutzung befragt. Laut PwC sind 94 Prozent mit einem Smartphone ausgestattet, sechs von zehn surfen damit täglich im Internet.

Auch Messenger-Dienste und soziale Medien sind von großer Bedeutung im Leben der Generation. 82 Prozent nutzen regelmäßig einen Messenger-Dienst wie WhatsApp. 34 Prozent besuchen täglich Facebook, X (ehemals Twitter) oder Instagram. Online-Banking und -Shopping werden von vielen einmal oder mehrmals pro Woche genutzt.

«Menschen ab 55 Jahren sind eine hochrelevante Zielgruppe, deren Kaufkraft den Motor des privaten Konsums in Deutschland maßgeblich antreibt», sagte Christian Wulff von PwC. «In Sachen Mediennutzung und Onlineshopping gibt es durchaus Parallelen zu jüngeren Altersgruppen.»

TV: 76 Prozent schauen mehr als eine Stunde täglich

44 Prozent der Befragten erkennen den Wert digitaler Technologien und sind der Meinung, dass diese das Leben vereinfachen, Aufgaben schneller erledigen und den Kontakt zu Freunden und Familie erleichtern.

Nur 12 Prozent sind der Meinung, dass die Digitalisierung den Alltag schwieriger gestaltet. 44 Prozent stimmen der Aussage zu, dass die Digitalisierung das Leben sowohl einfacher als auch komplizierter macht.

Die Mehrheit der Babyboomer hält gleichzeitig an altbewährten Gewohnheiten fest. Am häufigsten tätigen sie ihre Einkäufe im stationären Handel. Etwa 80 Prozent gehen mindestens einmal pro Woche in ein Geschäft. Beim Lesen von Zeitungen und Zeitschriften ist die Print-Version immer noch beliebter.

Täglich lesen 50 Prozent Bücher, lediglich 14 Prozent E-Books. Die gedruckte Zeitung wird von 40 Prozent jeden Tag gelesen, während die digitale Ausgabe auf 35 Prozent kommt. 71 Prozent hören täglich Radio, 23 Prozent nutzen Streaming-Dienste wie Spotify.

Die meisten Menschen im Alter zwischen 55 und 75 verbringen die meiste Zeit vor dem Fernseher. Laut einer Umfrage schauen 76 Prozent von ihnen täglich mehr als eine Stunde lineares TV, während nur 34 Prozent Streamingangebote wie Netflix in ähnlicher Intensität konsumieren. Darüber hinaus spielt jeder Dritte der Befragten mindestens einmal pro Woche ein Videospiel.

Die meisten Babyboomer bevorzugen auch bei der Bezahlung einen klassischen Ansatz. 85 Prozent zahlen am liebsten bar im Geschäft, 61 Prozent nutzen EC-Karten und nur 6 Prozent verwenden mobile Bezahlsysteme wie Apple Pay. Laut einer PwC-Studie sind Konsumenten dieser Altersgruppe besonders markentreu. 87 Prozent gaben an, häufig Produkte derselben Marken zu kaufen. Auch das Thema Nachhaltigkeit ist wichtig. 40 Prozent achten auf umweltfreundliche Verpackungen und 39 Prozent legen Wert auf das Tierwohl.

dpa