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Anstieg der Solarstromproduktion in Deutschland

Photovoltaik überholt Braunkohle und Erdgas als Stromquelle. Ausbauziel für 2030 in Gefahr.

Ein Solarpark in Sachsen, der dem Laden von Elektroautos dient. (Archivbild)
Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Im vergangenen Jahr haben Solaranlagen in Deutschland signifikant mehr Strom erzeugt. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in Berlin stieg ihr Anteil an der heimischen Stromerzeugung von 14 Prozent (2024) auf etwa 18 Prozent. Somit hat die Photovoltaik die Braunkohle (ungefähr 14 Prozent) und das Erdgas (rund 16 Prozent) als Stromquelle überholt.

Laut dem Verband basiert dies auf Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme. Windenergie ist demnach die wichtigste Stromerzeugungsquelle mit einem Anteil von 27 Prozent. Nach vorläufiger Jahresbilanz erzeugten die über 5,5 Millionen installierten Photovoltaikanlagen im vergangenen Jahr rund 87 Terawattstunden Strom. Dies entspricht 15 Terawattstunden mehr als 2024 und erneut einem Höchstwert.

Der BSW teilte mit, dass die Stromerzeugung mit Solarmodulen zwar deutlich gestiegen sei, das Ausbautempo der Anlagen jedoch nicht mehr gewachsen sei. Im Jahr 2025 wurden zusätzlich eine maximale Leistung von 17,5 Gigawatt installiert, was ungefähr dem Wert des Vorjahres entspricht. Dies reicht nicht aus, um das gesetzlich verankerte Ausbauziel für das Jahr 2030 zu erreichen.

Bundesnetzagentur bestätigt steilen PV-Anstieg

Die Bundesnetzagentur hat auch bekannt gegeben, dass der Anteil erneuerbarer Energieträger im letzten Jahr in Deutschland um 0,3 Prozentpunkte auf 58,8 Prozent gestiegen ist. Es handelt sich hierbei um die tatsächliche Stromerzeugung, also den in das allgemeine Versorgungsnetz eingespeisten Strom. Bestimmte Energiemengen – wie die Erzeugung im Netz der Deutschen Bahn – werden dabei nicht berücksichtigt.

Laut Bundesnetzagentur wurden im letzten Jahr 74,1 Terawattstunden aus Photovoltaikanlagen ins Stromnetz eingespeist, was einem Anstieg von 10,9 Terawattstunden entsprach (plus 17 Prozent). Dabei wurde der Eigenverbrauch der Haushalte mit Solaranlagen auf ihren Dächern bereits abgezogen – zum Beispiel, wenn das Elektroauto in der Garage geladen wird und dabei der Strom der eigenen Solaranlage genutzt wird.

dpa