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Rofu Kinderland meldet Insolvenz an und sucht Investor

Geplante Insolvenz in Eigenverwaltung, Betrieb und Online-Geschäft sollen weitergehen. Gehälter für drei Monate gesichert.

Rofu Kinderland hat Insolvenz in Eigenverwaltung angekündigt. (Symbolbild)
Foto: Oliver Berg/dpa

Der Spielwarenhändler Rofu Kinderland aus Rheinland-Pfalz hat nach einem schlechten Weihnachtsgeschäft Insolvenz angemeldet und sucht einen Investor. Geplant sei eine Insolvenz in Eigenverwaltung, wie das Unternehmen mit rund 2.000 Beschäftigten und mehr als 100 Filialen in sieben Bundesländern mitteilte. Bei diesem Verfahren bleibt üblicherweise die Firmenleitung im Amt und wird von Beratern unterstützt. Zuvor hatte die «Wirtschaftswoche» berichtet.

Laut dem Unternehmen sollen die Filialen, von denen viele sich in Südwestdeutschland befinden, sowie das Online-Geschäft weiterhin betrieben werden. Die Gehälter der Mitarbeiter sind gemäß den Angaben für drei Monate durch das Insolvenzgeld gesichert.

Das vorläufige Insolvenzverfahren wurde bereits am Montag vom Amtsgericht Idar-Oberstein angeordnet. Als Grund für die finanzielle Schieflage wurden ein schwaches Weihnachtsgeschäft, eine anhaltende Kaufzurückhaltung, gestiegene Kosten und ein intensiver Wettbewerb in der Branche genannt.

Sanierungsgeschäftsführer Marcus Katholing von der Restrukturierungsgesellschaft Pluta Management GmbH sagte, der bereits begonnene Investorenprozess werde fortgesetzt. «Mit einem neuen Investor wollen wir das Unternehmen zukunftsfähig aufstellen.»

Rofu Kinderland, ansässig in Hoppstädten-Weiersbach im Kreis Birkenfeld nahe der Grenze zum Saarland, hat sich seit über 40 Jahren auf den Verkauf von Spielwaren wie Puzzles, Schulhefte, Kinderbücher und Gesellschaftsspiele spezialisiert. Der Händler bietet sowohl Spielwaren bekannter Marken als auch günstige Eigenmarken an.

Der Spielwarenhändler hat schon seit einiger Zeit unter der Zurückhaltung der Verbraucher zu leiden, die aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten sparen sowie der Konkurrenz durch den Online-Handel. Im Dezember hatte das Unternehmen bereits eine strategische Neuausrichtung angekündigt und seine Geschäftsführung neu strukturiert.

dpa