Die Verschuldung Deutschlands ist ein Dauer-Streitthema in der Bundesregierung. Neue Zahlen zeigen: Das Staatsdefizit geht etwas zurück. Das hat auch mit den auslaufenden Energiepreisbremsen zu tun.
Staatsdefizit sinkt im ersten Halbjahr leicht

Das Staatsdefizit in Deutschland ist leicht gesunken. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts betrug es im ersten Halbjahr 38,1 Milliarden Euro, wie die Behörde in Wiesbaden mitteilt. Das entspricht einem Rückgang um 1,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die ausgelaufenen Energiepreisbremsen haben laut den Statistikern den Anstieg der Staatsausgaben gedämpft. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ergibt sich für das erste Halbjahr eine Defizitquote von 1,8 Prozent.
Finanzierungsdefizit des Bundes sinkt
Im ersten Halbjahr hatte der Bund weiterhin den größten Anteil am gesamtstaatlichen Finanzierungsdefizit von 24,6 Milliarden Euro, so die Statistiker. Das Finanzierungsdefizit des Bundes sank jedoch deutlich um 17,9 Milliarden Euro. Im Gegensatz dazu stiegen die Defizite der Länder und Gemeinden auf 7,2 bzw. 6,4 Milliarden Euro. Die Sozialversicherung wies einen Finanzierungsüberschuss von 0,2 Milliarden Euro auf, was deutlich weniger ist als im Vorjahr (9,6 Milliarden Euro).
Staatliche Einnahmen steigen stärker als Ausgaben
Das Defizit der Staatsfinanzierung im ersten Halbjahr resultiert aus der Differenz zwischen den Einnahmen (973,5 Milliarden Euro) und den Ausgaben (1.011,6 Milliarden Euro). Die Einnahmen stiegen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent – etwas mehr als die Ausgaben.
Laut Statistikern trugen die Ende 2023 ausgelaufenen Energiepreisbremsen wesentlich dazu bei, dass die Subventionen im ersten Halbjahr um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgingen. Trotz der schwachen Wirtschaft stiegen die Steuereinnahmen des Staates im ersten Halbjahr um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Deutsches Staatsdefizit sinkt: Positive Entwicklung trotz gestiegener Ausgaben, [Steuereinnahmen steigen und Subventionen sinken – Defizitquote bei 1,8 Prozent].








