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Steigende Ölpreise beeinflussen Aktienmärkte und DAX-Entwicklung

Hohe Ölpreise belasten den Aktienmarkt und sorgen für Zurückhaltung der Anleger. Die bevorstehende EZB-Leitzinserhöhung und geopolitische Spannungen im Nahen Osten verstärken die Unsicherheit.

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Marktbericht: Hohe Ölpreise haben Aktienmarkt im Griff
Bildquelle: Anne Nygård auf Unsplash

Ölpreise erreichen fast 100 Dollar

Die Ölpreise haben mit 97,10 Dollar pro Barrel für Brent und 92,51 Dollar für WTI ihr höchstes Niveau seit Juni erreicht. Diese Entwicklung wird durch geopolitische Spannungen, insbesondere zwischen den USA und dem Iran, sowie durch Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz in Saudi-Arabien verstärkt.

Gemischte Vorgaben für den Handelstag

Die Vorgaben für den heutigen Handelstag präsentieren sich uneinheitlich. Die Märkte zeigen sich zurückhaltend, insbesondere im Hinblick auf die am Donnerstag erwartete Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB). Der Broker IG taxierte den DAX am Morgen vor dem Xetra-Handelsstart um 0,1 Prozent höher auf 26.029 Punkte. Damit bleibt der Index über der wichtigen Marke von 26.000 Punkten, jedoch weit entfernt vom jüngsten Rekord von 26.618 Punkten.

DAX-Entwicklung und Industrieausblick

Gestern konnte sich der DAX ebenfalls über der Marke von 26.000 Punkten halten, schloss jedoch 0,15 Prozent tiefer bei 26.006 Punkten. Die Unsicherheit auf den Märkten wird durch die Verlagerung von Forschungsaktivitäten deutscher Maschinenbauer ins Ausland verstärkt. Laut einer Umfrage des VDMA unter 400 Mitgliedsfirmen organisieren bereits 43 Prozent ihre Forschung und Entwicklung außerhalb Deutschlands. Diese Tendenz könnte als alarmierendes Signal für den Industriestandort Deutschland gewertet werden, so Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA.

Einfluss der Ölpreise auf die Wirtschaft

Die anhaltend hohen Ölpreise belasten die Aktienmärkte und insbesondere die deutschen Industrieunternehmen. Andreas Lipkow, Analyst bei CMC Markets, betont: “Die anziehenden Ölpreise beeinflussen das Konsumverhalten der Menschen in Europa negativ.” Die Analysten von Bantleon warnen, dass je länger die Energiepreise hoch bleiben, desto größer das Risiko für die Wirtschaft wird. Goldman Sachs hat ihre Ölpreisprognose aufgrund der anhaltenden Risiken im Nahen Osten angehoben und sieht für 2027 Preise von bis zu 120 Dollar pro Fass als möglich an.

Inflations- und Zinsängste bleiben präsent

Die Finanzmärkte sind angespannt, da die EZB am Donnerstag eine Erhöhung des Einlagensatzes um einen Viertelpunkt auf 2,50 Prozent erwartet. Unklar bleibt, ob die US-Notenbank im Kampf gegen die hohe Teuerung nachziehen wird. Händler preisen eine Wahrscheinlichkeit von rund 57 Prozent für eine Zinserhöhung im September ein, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht am vergangenen Freitag überraschend stark ausfiel.

Marktentwicklung in Asien

In Asien zeigen sich die Märkte uneinheitlich. In Japan befeuern ein starkes Lohnwachstum und eine anziehende Wirtschaft die Spekulationen auf schnellere Zinserhöhungen. Offizielle Daten zeigen, dass die japanischen Reallöhne im Juli um 2,4 Prozent gestiegen sind, was den stärksten Anstieg seit Mai 2021 darstellt. Die Bank of Japan wird voraussichtlich ihren Leitzins in der kommenden Woche auf 1,25 Prozent anheben.

Insgesamt bleibt die Marktbewegung in Asien jedoch begrenzt, während der Nikkei-Index in Tokio nahezu unverändert bei 66.445 Punkten bleibt. In China zeigen sich die Märkte ebenfalls stabil, während der südkoreanische Leitindex Kospi um 1,9 Prozent auf 7.129 Zähler steigt und damit den höchsten Stand seit drei Wochen erreicht.


Quellen: tagesschau

Bildquelle: Bildquelle: Anne Nygård auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS