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Streikpause: Produktion bei Ford läuft wieder

Die Beschäftigten der Ford-Zulieferer sind vorläufig zurück am Arbeitsplatz. Denn es gibt neue Verhandlungen. Die Streikpause wirkt sich auf das Ford-Werk aus.

Das Ford-Werk in Saarlouis: Ende 2025 beendet der amerikanische Autobauer hier seine Focus-Produktion.
Foto: Oliver Dietze/dpa

Die Produktion beim US-Autobauer Ford in Saarlouis ist wieder angelaufen, nachdem die Beschäftigten mehrerer Unternehmen im Zuliefererpark vorläufig zur Arbeit zurückgekehrt sind.

«Ich kann bestätigen, dass sowohl die Produktion bis gestern stand und seit heute Morgen wieder Ford Focus vom Band laufen», sagte die Sprecherin von Ford in Köln. Nach vier Tagen im Ausstand hat die IG Metall Völklingen die rund 500 Beschäftigten von fünf Zulieferer-Firmen am Morgen aufgerufen, vorläufig die Arbeit wieder aufzunehmen.

Grund für die Streikpause sei, dass die bestreikten Unternehmen sich bewegt hätten und man wieder in Verhandlungen eingestiegen sei, teilte die Gewerkschaft mit. Man habe sich eine Frist bis Sonntag gesetzt, um «finale Verhandlungsergebnisse» zu erreichen. Anderenfalls drohe die Fortsetzung des Streiks. Die von den Zulieferern hergestellten Teile braucht das Ford-Werk für seine Produktion.

Die IG Metall plant, für die Mitarbeiter der Betriebe Sozialtarifverträge zu erreichen – mit Abfindungen und Transfergesellschaften. Der Anlass dafür ist das angekündigte Ende der Produktion in Saarlouis im November 2025 durch den US-Autobauer Ford.

Seit Ende Februar ist für die Mitarbeiter im Ford-Werk selbst ein Sozialtarifvertrag in Kraft. Die Vereinbarungen sehen vor, dass bis Ende 2032 1000 der insgesamt 3750 Ford-Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden, es gibt hohe Abfindungen und Prämien, die Einrichtung einer Transfergesellschaft und Qualifizierungsprogramme. Außerdem wurde das Produktionsende des Ford Focus um ein halbes Jahr auf November 2025 verschoben.

dpa