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Streusalz knapp: Baumärkte ausverkauft

Baumärkte verzeichnen hohe Nachfrage nach Streugut. Liefersituation gut, Kunden können auf Alternativen zurückgreifen.

Wenn es glatt ist, hilft nur eins - streuen mit Taumitteln, entweder mit oder ohne Salz.
Foto: Sina Schuldt/dpa

Aufgrund des Winterwetters und des starken Schneefalls an vielen Orten sind Streusalz und andere Taumittel vorübergehend in vielen Baumärkten ausverkauft. Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei großen Baumarktketten.

«Regional haben wir teilweise eine stark erhöhte Nachfrage nach Streugut. Je nach Schnee- und Glättesituation ist derzeit kein Streugut mehr in einzelnen Märkten verfügbar», sagte ein Sprecher von Hornbach. Die Liefersituation sei jedoch gut. Nachschub komme je nach Markt und Region entweder noch am selben Tag oder innerhalb der nächsten ein bis zwei Tage.

Die Baumarktkette Hagebau verzeichnet ebenfalls ein hohes Kundeninteresse. „Bereits nach einer Woche erreicht der Umsatz im Bereich Streusalz fast das Niveau des gesamten Vorjahresmonats“, sagte eine Sprecherin. Auch andere Streumittel, Schneeschaufeln und -schieber sowie Schlitten sind derzeit stark gefragt.

Baumärkte bieten auch alternative Streumittel

Auch Obi, Bauhaus und Toom melden bundesweit eine deutlich erhöhte Nachfrage nach entsprechenden Artikeln. Jörn Brüningholt vom Baumarktverband BHB gibt dennoch Entwarnung. «Von einer Versorgungsnotlage sind wir derzeit weit entfernt.»

Es wird empfohlen, dass Kunden sich auf den Internetseiten der Baumärkte oder telefonisch über die Verfügbarkeit der Bestände informieren. Zusätzlich sind Produkte wie Streusalz in den Onlineshops der Ketten erhältlich. Als Alternative können auch Calciumchlorid-haltige Taumittel, Splitt oder Fugen- und Spielsand verwendet werden.

Umweltschützer warnen vor dem Einsatz von Streusalz

Die Umweltorganisation BUND warnt davor, dass Streusalz Böden, Pflanzen, Tieren und Gewässern schadet. Ebenso sollten Splitt und Granulat vermieden werden, da sie möglicherweise giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten.

Die Umweltschützer raten Hausbesitzern bei Eis und Glätte stattdessen zu Sand, Kies, Sägespänen oder umweltzertifiziertem Streugut. Empfohlen werden Mittel mit dem Zeichen «Blauer Engel».

In einigen Bundesländern ist die Verwendung von Streusalz verboten. In Hamburg wurde das Verbot aufgrund der extremen Wetterbedingungen vorübergehend aufgehoben.

dpa