Die weltweiten Privatvermögen steigen 2025 um 10,8 Prozent, insbesondere in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Während die USA und China nach wie vor führend sind, verzeichnen auch deutsche Millionäre ein moderates Wachstum.
Superreiche investieren stark: Europa, Nahost und Afrika im Mittelpunkt des Vermögenswachstums

Die Frage, wie sich die Vermögensverteilung in Zeiten globaler Krisen entwickelt, steht im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und Inflationsdruck verzeichnen die Vermögen der Superreichen einen signifikanten Anstieg. Dies wird durch eine Analyse der Schweizer Bank UBS untermauert, die einen Anstieg der weltweiten Privatvermögen um 10,8 Prozent im Jahr 2025 dokumentiert.
Vermögenszuwachs in Europa, Nahost und Afrika
Besonders bemerkenswert ist, dass der Zuwachs in Europa, dem Nahen Osten und Afrika überdurchschnittlich ausfiel. Diese Regionen haben sich als Wachstumsmärkte für private Vermögen etabliert, während die USA und China nach wie vor mehr als die Hälfte des globalen Vermögens konzentrieren. In diesen beiden Ländern sind die Vermögen von Personen mit einem Nettovermögen von über 5 Millionen Dollar besonders stark gewachsen.
Millionärszuwachs und Vermögensverteilung
Im Jahr 2025 konnten weltweit nahezu eine Million Menschen den Status eines Millionärs (in US-Dollar) erreichen. Fast die Hälfte dieser neuen Millionäre lebt in den USA, gefolgt von China, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich. In Deutschland gab es laut UBS im vergangenen Jahr rund 2,6 Millionen Dollar-Millionäre, was einem Anstieg von 1 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht.
Durchschnittliches Vermögen in Deutschland
Das durchschnittliche Vermögen der Deutschen liegt bei etwa 304.000 Euro pro Kopf. Diese Zahl umfasst auch Immobilien und platziert Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz 14. Im Gegensatz dazu führen die Schweizer mit einem Durchschnittsvermögen von 910.382 Dollar pro Erwachsenem die Liste an, gefolgt von den US-Amerikanern und Luxemburgern.
Die Realität hinter den Zahlen
Die durchschnittlichen Vermögenswerte spiegeln jedoch nicht unbedingt die Lebensrealität wider. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Wenn fünf Personen jeweils 3.000 Euro besitzen und fünf andere 605.000 Euro, könnte der Durchschnittswert irreführend hoch erscheinen. Die Bank weist darauf hin, dass eine kleine Gruppe von wohlhabenden Individuen den Gesamtdurchschnitt einer Nation erheblich beeinflussen kann, was den Eindruck erweckt, dass es der Bevölkerung insgesamt besser geht, als es tatsächlich der Fall ist.
Quellen: n-tv








