Tesla wird die Produktion in Grünheide nach einer Zwangspause wieder komplett starten, da alle notwendigen Produktionsteile wieder ausreichend vorhanden sind.
Tesla plant Wiedereröffnung der Produktion in Grünheide nach Zwangspause

Der US-Elektroautobauer Tesla plant, die Produktion in Grünheide bei Berlin am Montag wieder vollständig zu starten, nachdem sie aufgrund fehlender Teile aufgrund der unsicheren Lage im Roten Meer vorübergehend pausieren musste. Laut dem Unternehmen hat der Produktionsstopp das Hochfahren der Fabrik nicht beeinträchtigt.
Tesla hat am 29. Januar die Produktion aufgrund der Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Schiffe im Roten Meer eingestellt. Aufgrund fehlender Bauteile wurden die Transportwege verschoben. Trotzdem hat Tesla nach eigenen Angaben weiterhin produziert, sofern möglich, Wartungen und Reparaturen durchgeführt und Mitarbeiter geschult.
Alle notwendigen Produktionsteile sind laut Tesla wieder ausreichend vorhanden. Werksleiter André Thierig hatte dem «Tagesspiegel» gesagt, er halte die Lieferketten für recht robust. Es werde auch viel vor Ort produziert. Er sieht das Unternehmen aber auch nicht komplett gegen Krisen bei der Lieferung gefeit.
Streit um Betriebsratswahl
Die IG Metall hat versucht, die Betriebsratswahl im März vorübergehend zu stoppen, weil sie glaubt, dass die Chancengleichheit für alle Beschäftigten bei der Wahl verletzt wurde. Sie hat beim Arbeitsgericht Frankfurt (Oder) einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt. Der Wahlvorstand für die Betriebsratswahl hat die Vorwürfe in einem Schreiben an die Belegschaft zurückgewiesen, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
«Uns wird vorgeworfen, bei der Einleitung der Wahl unnötigen Zeitdruck bezüglich der Einreichung von Vorschlagslisten vorzuschreiben. Das stimmt nicht», heißt es im Schreiben des Vorsitzenden René Seyfert, der für den Wahlvorstand spricht. «Die zeitlichen Rahmenbedingungen für die Wahl sind per Gesetz festgelegt, und an diese Vorgaben sind wir gebunden.» Der Wahlvorstand wies zurück, gegen Grundsätze einer fairen und demokratischen Wahl zu verstoßen.
Chancengleichheit in Gefahr?
Die Gewerkschaft befürchtet, dass die Chancengleichheit bei der Aufstellung von Kandidaten gefährdet ist. Nach der Betriebspause und der Rückkehr an ihre Arbeitsplätze haben die Beschäftigten nur bis Donnerstag Zeit, um einen Wahlvorschlag zu erstellen, Kandidatinnen und Kandidaten zu gewinnen und Unterschriften zu sammeln. Die Betriebsratswahl ist vom 18. bis zum 20. März geplant. Das Unternehmen hat bisher noch nicht auf die Kritik der IG Metall reagiert.
Es findet die zweite Betriebsratswahl bei Tesla in Grünheide statt. Ein Wahlvorstand ist für die Planung und Durchführung der Wahl verantwortlich. Vor knapp zwei Jahren hat Tesla mit der Produktion in Grünheide begonnen. Das Ziel für die erste Ausbauphase war es, 10.000 Autos pro Woche mit etwa 12.000 Mitarbeitern herzustellen. Zuletzt wurden über 6000 Autos produziert. Laut Unternehmen arbeiten derzeit 12.500 Menschen bei Tesla in Brandenburg.








