Die Elektroauto-Pionier brachte weltweit 418.227 Fahrzeuge zu den Kunden, 15,6 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Der Rückgang könnte mit dem Auslaufen von Elektroauto-Subventionen in den USA zusammenhängen.
Tesla-Auslieferungen fallen deutlich im vierten Quartal

Die Auslieferungen von Tesla sind im letzten Quartal nach dem Auslaufen der Elektroauto-Subventionen in den USA deutlich gesunken. Der Elektroauto-Pionier hat weltweit 418.227 Fahrzeuge an die Kunden geliefert, was einem Rückgang von 15,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht.
Im Jahr 2025 verzeichnete Tesla den zweiten aufeinanderfolgenden Rückgang der Auslieferungen. Diese sanken um 8,5 Prozent auf insgesamt gut 1,636 Millionen Fahrzeuge. Den bisherigen Höchststand hatte Tesla im Jahr 2023 mit etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen erreicht.
Möglicherweise trug dazu bei, dass US-Präsident Donald Trump Ende September die Steuervergünstigung von 7.500 Dollar beim Kauf von Elektroautos auslaufen ließ. Im dritten Quartal stiegen die Tesla-Auslieferungen noch um 7,4 Prozent auf 497.099, da viele US-Interessenten die Prämie noch nutzen wollten. Nun gab es – wie bei anderen Herstellern auch – einen Rückschlag.
Musk: Robotaxis und Roboter sind ohnehin die Zukunft
Elon Musk, der Chef des Unternehmens, spielt jedoch die Bedeutung des Autoverkaufs für Tesla herunter und behauptet, dass die Zukunft des Unternehmens in selbstfahrenden Robotaxis und menschenähnlichen Robotern liegen werde. In beiden Bereichen steht Tesla erst am Anfang und trifft auf starke Konkurrenz.
Tesla hat bisher nur einige wenige Robotaxis in der texanischen Stadt Austin im Einsatz, die größtenteils von Aufpassern im Beifahrersitz begleitet werden. Im Gegensatz dazu betreibt die Google-Schwesterfirma Waymo mehr als 2.500 fahrerlose Fahrzeuge in verschiedenen US-Städten und expandiert weiter. Viele chinesische Unternehmen und US-Firmen wie Agility Robotics und Figure AI forschen derweil an humanoiden Robotern, um sie bereits in der Industrie einzusetzen.
Musks Politik und Modellwechsel
Das Jahr 2025 lief für Tesla holperig. In den ersten Monaten war Musk in Washington als Trumps Kostensenker im Regierungsapparat aktiv. Dabei ging er eher rabiat vor und brüstete sich unter anderem damit, die Entwicklungshilfe-Behörde «in den Holzhäcksler» geworfen zu haben. Wegen Musks Auftreten und seiner rechten politischen Ansichten wandte sich ein Teil der potenziellen Tesla-Käufer ab. Zu Jahresbeginn wurde Tesla zudem vom Modellwechsel beim Bestseller Model Y gebremst. Teslas futuristisch aussehender Elektro-Pickup Cybertruck wirkt wie ein Flop.
Im vergangenen Jahr griffen Autokäufer in den USA verstärkt zu Fahrzeugen mit Verbrenner- und Hybrid-Antrieben, während in Europa andere Hersteller im Elektroauto-Markt auf dem Vormarsch waren.
Tesla-Rivale Rivian mit starkem Rückgang
Die Auslieferungen des Tesla-Herausforderers Rivian, der bisher nur in Nordamerika aktiv ist, fielen im vierten Quartal im Jahresvergleich um gut 31 Prozent auf 9.745 Fahrzeuge. Im gesamten Jahr gab es ein Minus von 18 Prozent auf 42.247 Wagen. Rivian, ein Partner von VW bei der Entwicklung der Elektronik-Architektur künftiger Elektroautos des deutschen Konzerns, plant im nächsten Jahr, die Verkäufe mit einem deutlich günstigeren Modell zu steigern.








