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Tesla mit Umsatzrückgang und Gewinneinbruch

Tesla verzeichnete 2025 einen Umsatzrückgang von drei Prozent auf 94,8 Milliarden Dollar und einen Gewinnrückgang um 46 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar.

Die Tesla-Auslieferungen waren im vergangenen Quartal erneut deutlich gesunken. (Archivbild)
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Tesla hat zum ersten Mal ein Jahr mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Die Erlöse sanken im Jahr 2025 aufgrund rückläufiger Auslieferungen um etwa drei Prozent auf 94,8 Milliarden Dollar, wie das Elektroauto-Unternehmen, das von Elon Musk geleitet wird, bekannt gab. Der Jahresgewinn verringerte sich um 46 Prozent auf etwa 3,8 Milliarden Dollar.

Tesla verzeichnete im Jahr 2025 den zweiten jährlichen Rückgang der Auslieferungen in Folge. Diese gingen um 8,5 Prozent auf gut 1,636 Millionen Fahrzeuge zurück. Den bisherigen Höchststand hatte Tesla im Jahr 2023 mit etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen erreicht. Trotz der geringeren Auslieferungen stieg der Umsatz im Jahr 2024 um ein Prozent.

Negativer Verkaufstrend 

Die Tesla-Auslieferungen sanken im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres um etwa 15 Prozent. Vor dem Auslaufen der US-Elektroautoprämie Ende September kam es zu einer Torschlusspanik, die den Absatz vorübergehend auf ein Rekordhoch trieb. Im darauf folgenden Vierteljahr gab es dann einen weiteren Rückgang.

Das spiegelte sich auch in der Bilanz wider. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz im vierten Quartal um drei Prozent auf 24,9 Milliarden Dollar und der Gewinn fiel um 61 Prozent auf 840 Millionen Dollar.

Musk: Robotaxis und Roboter sind ohnehin die Zukunft

Elon Musk, der CEO des Unternehmens, minimiert jedoch die Bedeutung des Autoverkaufs für Tesla und behauptet, dass die Zukunft des Unternehmens in selbstfahrenden Robotaxis und menschenähnlichen Robotern liegen wird. In beiden Bereichen steht Tesla noch am Anfang und hat starke Konkurrenz.

Tesla hat bisher nur wenige Robotaxis in Austin im Einsatz, die meistens von Begleitpersonen auf dem Beifahrersitz überwacht werden. Im Gegensatz dazu betreibt die Google-Schwesterfirma Waymo mehr als 2.500 autonome Fahrzeuge in verschiedenen US-Städten und plant weiter zu expandieren.

Weniger Geschäft mit CO2-Verschmutzungsrechten

US-Präsident Donald Trump hat nicht nur dafür gesorgt, dass die Steuervergünstigung von 7.500 Dollar beim Kauf eines Elektroautos auslief, sondern auch Tesla mit dem Aushöhlen der Regeln zum CO2-Ausstoß eine verlässliche Geldquelle entzogen: Einnahmen aus dem Handel mit Emissionszertifikaten.

In den letzten Jahren hat Tesla seinen Gewinn durch den Verkauf von Verschmutzungsrechten regelmäßig verbessert. Allerdings zeigen sich nun andere Automobilhersteller weniger interessiert. Im vergangenen Quartal sanken die Einnahmen von Tesla aus dem Zertifikatehandel auf 542 Millionen Dollar. Im vierten Quartal 2024 waren es noch 692 Millionen Dollar und im gesamten Jahr 2,76 Milliarden Dollar gewesen.

Musks Politik und Modellwechsel

Das Jahr 2025 lief für Tesla holperig. In den ersten Monaten war Musk in Washington als Trumps Kostensenker im Regierungsapparat aktiv. Dabei ging er eher rabiat vor und brüstete sich unter anderem damit, die Entwicklungshilfe-Behörde «in den Holzhäcksler» geworfen zu haben.

Musk und Trump trennten sich im Frühsommer im Streit, den der Präsident mit der Abschaffung der Elektroauto-Prämie begründete. Musk bestritt dies. Mittlerweile haben sich die beiden wieder versöhnt. Aufgrund von Musks Auftreten und politischen Ansichten wandte sich ein Teil der potenziellen Tesla-Käufer ab. Zu Jahresbeginn wurde Tesla auch durch den Modellwechsel beim Bestseller Model Y ausgebremst. Teslas futuristisch aussehender Elektro-Pickup Cybertruck wird als Flop angesehen.

Im vergangenen Jahr griffen Autokäufer in den USA verstärkt zu Fahrzeugen mit Verbrenner- und Hybrid-Antrieben, während im Elektroauto-Markt in Europa andere Hersteller, darunter auch aus China, auf dem Vormarsch waren.

dpa