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Tesla zu Personalabbau: Keine 3000 Stellen betroffen

Der angekündigte Personalabbau bei Tesla trifft auch das einzige europäische Werk bei Berlin. Details bleiben unklar. Es sollen aber weit weniger als 3000 Stellen betroffen sein.

Bei Tesla in Grünheide sind laut dem Unternehmen deutlich weniger als 3000 Arbeitsplätze vom Stellenabbau betroffen.
Foto: Jörg Carstensen/dpa

Tesla wird in seinem einzigen europäischen Werk in Grünheide bei Berlin einen Stellenabbau prüfen, aber Berichte über 3000 betroffene Stellen in der Fabrik zurückweisen. Elon Musk plant, angesichts der Flaute am Markt für Elektroautos und schwacher Verkäufe weltweit mehr als jede zehnte Stelle im Unternehmen zu streichen, wie er in einer internen E-Mail mitgeteilt hatte.

«Wir sind davon überzeugt, dass nur eine effiziente und schlanke Organisation für zukünftige Herausforderungen gut aufgestellt ist. Unsere Erfahrung zeigt, dass dieses Vorgehen maßgeblich zu unserem Erfolg beiträgt», teilte eine Sprecherin von Tesla in Grünheide auf Anfrage mit.

Zum angekündigten Stellenabbau hieß es: «Diese Maßnahme prüfen wir und werden sie für die Gigafactory Berlin-Brandenburg vor dem Hintergrund aller arbeitsrechtlichen und mitbestimmungspflichtigen Erfordernisse unter Einbeziehung des Betriebsrates verfolgen.» Die in Medienberichten genannte Zahl von 3000 betroffenen Stellen «entbehrt dabei jeder Grundlage».

In Grünheide arbeiten mehr als 12.000 Menschen

Bisher gibt es keine Informationen darüber, wie viele Arbeitsplätze beim E-Autobauer in Grünheide betroffen sein könnten. In der Fabrik in Grünheide sind mittlerweile mehr als 12.000 Menschen beschäftigt. Die Pläne von Tesla zur Erweiterung der Fabrik haben zuletzt zu Streitigkeiten geführt. Ein Anschlag auf die Stromversorgung des Autowerks hat außerdem für Verunsicherung gesorgt. Während eines Besuchs in der Fabrik in Grünheide im März betonte Tesla-Chef Musk, dass er an den Expansionsplänen festhalte. Umweltgruppen setzen ihren Protest gegen den E-Autobauer fort: Seit Ende Februar besetzen einige Aktivisten ein Waldstück in der Nähe der Fabrik in Grünheide und leben in Baumhäusern.

Tesla spürt unter anderem den harten Preiskampf im größten Automarkt China und lieferte im ersten Quartal weltweit mit fast 387.000 Autos überraschend weniger Fahrzeuge aus als im Vorjahr. Schon zuvor hatten sich nach den jahrelang starken Zuwächsen Zweifel am Wachstumstempo im Elektroautomarkt breitgemacht.

dpa